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Pfarre St. Oswald ob Eibiswald
Die Geschichte unserer Pfarrkirche

Unsere Gegend gehörte ursprünglich wohl zum Missionsgebiet von Aquileja (Grado), bis Kaiser Karl der Große im Jahre 811 das Gebiet nördlich der Drau dem Erzbistum Salzburg zuwies, wo wir bis 1786 verblieben sind. Eine Urkunde des Grafen Hermann von Cilli bezeugt 1373 erstmals ein Heiligtum des hl. Oswald, welches 1545 als „Filiale“ von Eibiswald bezeichnet wird. 1576 wurden zwei Kirchenfeste gefeiert, und 1609 dachte man schon über einen eigenen „Gesellpriester“ nach. 1617 wird die gotische Filialkirche „St.Oswald in Krumbach“ mit drei Altären und drei großen Kirchgängen an den Festen des hl. Oswald (5.August), der Apostel Philippus und Jakobus (1.Mai) und am Sonntag nach dem Fest des hl. Ulrich (4.Juli) beschrieben. 100 Jahre später gibt es 5 große Kirchenfeste, zu denen ein Priester und der Schulmeister als Organist aus Eibiswald geholt wurden.
Vom Bau der jetzigen Barockkirche weiß Pfarrer Joseph Fruhmann (1882-1906) zu berichten, „dass die Ortsbewohner den Bau der Kirche angefangen hätten, dass aber der Ausbau und die Vollendung derselben durch beträchtliche Geldunterstützung seitens der Schlossherrin von Eibiswald“ - wohl Maria Charlotta, Gräfin von Stubenberg und Gemahlin Georgs von Schrottenbach (1703-1766) – „ermöglicht worden wäre“. Nach Inschriften an Kirche und Kirchturm erfolgte der Bau von 1723 bis 1728 und wurde bis 1764 mit der Erhöhung des alten gotischen Altarraums abgeschlossen.
Bei diesen Arbeiten wurde schon eifrig über einen „eigenen Geistlichen“ gesprochen. Nach zwei ansehnlichen Stiftungen des Erzpriesters von Strassgang, Ernst Anton von Azula, und des Pfarrers von Wildon, Ignaz Kacherl,konnte der Leibnitzer Dechant am 24. August 1772 die St.Oswalder zusammenrufen und den Bau des Pfarrhauses und den Unterhalt für den Pfarrvikar unter tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung sicherstellen. So wurde der auf unserem Friedhof beerdigte Franz Römer mit Wirksamkeit vom 1. Mai 1773 als erster Kurat von St. Oswald angestellt. Die tatsächliche Selbständigkeit durch die Errichtung als Kuratie und die Anlage eines eigenen Friedhofs erreichte St.Oswald aber erst nach der neuen Diözesaneinteilung im Jahre 1788. In dieser Zeit erlebte St. Oswald durch die 1783 in Krumbach gegründete „Eibiswalder Eisenfabrik“ eine große wirtschaftliche Blüte, sodass die Kuratie 1815 bei 101 Häusern803 Einwohner zählte. Die offizielle Erhebung zur Pfarre erfolgte erst viel später im Jahr 1892.
Kurat Joseph Glezgau (1812-1817) begann 1812 mit einer Pfarrschule und unterrichtete jährlich bis zu 27 Kinder. Kurat Joseph Teutschmann (1817-1855) stellte mit Anton Stangl 1822 sogar einen eigenen Lehrer an und machte aus dem Pfarrhaus nach dem Bau des neuen Pfarrhauses 1824 das erste Oswalder Schulhaus. Erst 1851 wurde die Schule von der öffentlichen Hand übernommen.
Seit diesem Jahr gingen auch die Kinder aus den Häusern Buchenberg B 19-28 in St. Oswald zur Schule. So war es nur folgerichtig, dass die angrenzenden Buchenberger auch zur Pfarre St. Oswald gehören wollten. Sie erreichten das in zwei Etappen in den Jahren 1860 und 1897, sodass die Linie Herbstmühle – Hieblerschneider (Koglwirt) zur neuen Pfarrgrenze wurde. Die Einwohnerzahl der Pfarre stieg damit auf 894. Durch die Einpfarrung von je drei Bauerngehöften aus Rothwein (1924) und Buchenberg E (1930) erreichte die Pfarre den Höchststand von 1000 Katholiken. Seit 1991 gehört sie zum Pfarrverband Eibiswald und hat heute 561 Einwohner.

 

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