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PfarrVerband Stainach |
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Aukapelle |
Im Jahr 1902 wurde das Kaufhaus Vasold, derzeit im Besitz der Familie Scherz, von Karl Eibl erbaut. Der Erdaushub wurde mit Pferdefuhrwerken auf einem schmalen Feldweg zu einer Waldlichtung in der Au transportiert. Als der Hausbau beendet war, errichtete Karl Eibl auf dem Erdhügel zum Dank eine Kapelle. Diese wurde so wie das Haus selbst von italienischen Bauleuten errichtet. In der Kapelle befindet sich eine Punze mit dem Namen „BASSI“, der wohl von diesen Maurern hier sichtbar angebracht wurde.
herangezogen.
Die Kapelle selbst wurde als Lourdeskapelle erbaut. Die Statuen der Madonna und der hl. Bernadette stammen aus dem Grödnertal und werden wohl damals von den Bauleuten aus Südtirol mitgebracht worden sein.
Diese Kapellenchronik wurde von Josef Stieg, geb. 1884, an seine Tochter Maria Lackner überliefert.
|  | Lemmererkapelle |
Die Schiestlkapelle, erbaut 1790, stand südlich der Schiestlgründe, aber nördlich der Bahn. Sie war den Heiligen Anna, Joachim und Maria geweiht, welche auch auf dem Bild in der Kapelle dargestellt waren. Sie war immer eine Station der Fronleichnams-prozession. Als die Prozessionen aufhörten und die Wiesen von der Familie Schiestl verpachtet wurden, entstanden rundherum Maisäcker und die Kapelle verfiel zusehends. Den Garaus machte ihr dann ein Bahndammbrand, bei dem das Dach und das Bild vernichtet wurden.Frau Maria Lemmerer, inspiriert von Karin Stieg, nahm sich der Kapelle an und verfrachtete unter unsäglicher Mühe den verbliebenen Kapellenrest auf ihren Grund südlich des Bahnüberganges beim Jägerbandweg und ließ die fehlenden Bauteile ersetzen.
Edwin Lasser malte nach seinen Vorstellungen ein neues Bild zur Hl. Dreifaltigkeit.
Das Denkmal wurde 1998 eingeweiht und wird bei Maiandachten miteinbezogen.
Maria Lemmerer und Christl Gollob betreuen derzeit die Kapelle.
|  | Weitzerkapelle |
Die so genannte Weitzerkapelle wurde von Frau Maria Weitzer, der Großmutter des heutigen Besitzers Konrad Hösl vlg. Sonnwendschuster, Wörschach 28, ca. 1954/1955 zwischen dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude östlich des Friedhofs errichtet. Der Hauptgrund war darin gelegen, für dentraditionellen Fronleichnamsaltar einen würdigen Rahmen zu bieten bzw. den mühevollen Auf- und Abbau des großen gotischen Fronleichnamsaltars zu ersparen. Die Bauarbeiten wurden vom Maurer Johann Vasold unter Mithilfe von Karl Hösl, einem weiteren Enkel von Maria Weitzer, durchgeführt. Das schöne Kruzifix mit seinem Korpus aus Lärchenholz ist eine Schnitzarbeit aus dem Grödnertal. Die Erneuerung der Dacheindeckung führte Konrad Hösl 1985 mit Fachmann Franz Lux durch.
Betreut wird die Kapelle von den Besitzern Konrad und Christiane Hösl.
|  | Maitschernkapelle |
Im Ortsteil Maitschern steht, geschützt von einem riesigen Lindenbaum, die Maitschern-Kapelle, ehemals Moarkapelle. Sie wurde 1751 auf dem im Besitz der Vorfahren der Familie Mayerl vlg. Moar stehenden Grundstück errichtet.Ein Marienbild sowie zwei Engel schmückten die Kapelle. Zu jener Zeit waren in Maitschern nur sechs Bauern ansässig, und zwar die Vorfahren von vlg. Koch, Moar, Pichler, Pisterl, Sangl und Toag. 1959 wurde die Maitschern-Kapelle anlässlich des Erzherzog-Johann-Gedenkjahres (100. Todestag) generalsaniert. Das Fresko wurde von der heimischen Restauratorin Berta Pfister-Lex, Aigen, entworfen und gemalt. Es stellt die hl. Maria mit dem Kind und Calla dar.
Die Eindeckung der Kapelle führte die Zimmerei Felix Schwaiger, Maitschern, durch.
Das schmiedeeiserne Gittertor gestaltete Erwin Langreiter, wohnhaft gewesen in Maitschern.
Die Pflege und Betreuung der Kapelle (Blumenschmuck, Kerzen etc.) erfolgte durch den jeweiligen Besitzer bzw. die Bewohner von Maitschern.
1965 wurde der Moarhof an die Familie Brunner verpachtet und ging schließlich durch den Erwerb der Liegenschaft samt Kapelle im Jahre 1982 in deren Besitz über.
Zum 250. Geburtstag im Jahre 2001 wurde die Maitschern-Kapelle von der Familie Brunner renoviert und am 30. Juni 2001 im Rahmen einer Marienandacht von Pfarrer Mag. Luis Schlemmer feierlich gesegnet.
|  | Prechtlkapelle |
Im östlichen Teil von Wörschachwald, ca. 150 m vor der Auffahrt zur Bärnfeichtenalm, befindet sich die so genannte Prechtlkapelle. In unmittelbarer Nähe liegt das Prechtl-Lehen. Der Besitz Prechtllehen wurde bereits erstmals im Jahre1265 als „Gruberschwaig“ urkundlich genannt. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Besitz als selbständiger Bauer geführt. Ab diesem Zeitpunkt wurde es als Lehen weiter bewirtschaftet. Das große Stall- und Wirtschaftsgebäude wurde urkundlich im Jahr 1717 errichtet.Der heutige Besitzer ist seit 1987 Frau Heidemarie Lechner vlg. Geweßler in Lessern 41. Das Lehen wurde von deren Urgroßeltern im Jahre 1900 erworben.Die Kapelle ist eine Pestkapelle, was durch die drei waagrechten Balken im Giebelkreuz - ein anerkanntes Zeichen für Pestkreuze – dokumentiert wird.Um 1679 wütete die Pest in dieser Gegendund als Dank, dass man von ihr verschont geblieben war, wurde diese Kapelle errichtet. Ursprünglich war es mehr ein Bildstöckl mit rückwärtiger und teils seitlicher Bretterwand. 1975 drohte die Kapelle zu verfallen, und der damalige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Markus Kerschbaumer – der Pfarrbereich von Wörschach reicht bis zu den Anwesen Mojer und Mössner in der Nähe des wunderschönen Spechtensees – drängte auf eine Sanierung der Kapelle. Der 1974 neu gewählte Pfarrgemeinderat bzw. der Bauausschuss, bestehend aus Bernhard Gruber, Markus Kerschbaumer und Franz Ritt, legte selbst Hand an und ersetzte die Bretterwände durch ein solides Mauerwerk. Bereits im November 1967 wurde auf Veranlassung der Familie Pötsch vlg. Mojer das Dach neu gedeckt, wobei überwiegend die alten Holzschindeln verwendet wurden.Das Bild in der Kapelle, das die heilige Familie darstellt, wurde laut einer Signatur auf der Malerei 1895 von Michael Köberl, ehemals Besitzer des in der Nähe befindlichen Rahmkübellehens, renoviert. Wer der Maler des Bildes selbst war, ist unbekannt.1975 wurden die Schäden an diesem Bild von der heimischen Restauratorin Berta Pfister-Lex behoben. Die Kosten hiefür übernahm das Bundesdenkmalamt. 1996 war das Bild aber schon wieder in einem so schlechten Zustand, dass es nicht mehr reparabel war. Graf Meran, auf dessen Jagdrevier sich die Kapelle befand, hat persönlich nach dem Vorbild des alten Bildes ein vollkommen neues unentgeltlich angefertigt. Die Einweihung nahm unter großer Teilnahme der Bevölkerung 1998 Pfarrer Alfred Klug vor. |  | Bildstock- Schneehitz |
1984 wurde von Fritz Tuttner, Günther Bachmaier und Fritz Kalss die auf der Schneehitzalm gelegene Jagdhütte der ALWA gepachtet. Da sie schon in ziemlich schlechtem Allgemeinzustand war, wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, um sie wieder wohnlich zu gestalten. 1986 waren die Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen und die ehemalige Jagdhütte erstrahlte im neuen Glanz. Fritz Tuttner, der mit seiner Gattin das Gasthaus Weichbold in Weißenbach bei Liezen führte, hatte zu diesem Zeitpunkt von einem in Weißenbach weilenden Sommergast, der in Essen in der BRD in einer Gießerei beschäftigt war, eine Madonna - Mutter mit Jesuskind - geschenkt bekommen.Diese sollte als christliches Symbol allen Almleuten und den vielen Wanderern und insbesondere der Schneehitzalm zum Schutze dienen, wie es auch der eingeschnitzte Spruch erbittet. Zu diesem Zwecke wurde am nordwestlichen Zugang zur Schneehitzalm vom Klamml her auf einer Lärche kurz vor den Almhütten ein Marterl angebracht, welches von Alois Leitner angefertigt wurde, der auch für die durchgeführten Erhaltungsarbeiten bei der gepachteten Jagdhütte hauptverantwortlich war.Der Spruch wurde von Eduard Weissenbeck aus Wörschach eingeschnitzt. Die Einweihung nahm Pfarrer Schmidt aus Liezen vor.
|  | Materl bei der Rast |
Auf dem alten Fuhrweg nach Wörschachwald übers Röthelsteiner und das so genannte „Eck“ befindet sich etwa 400 m vorher, ca. 3 m unterhalb des neuen Weges, auf einer Fichte ein Marterl. Bergwärts zweigt an dieser Stelle der Wandersteig zum Aicherlkar vom neuen Wegab.Zu diesem Marterl bzw. dem Anlass der Errichtung gibt es leider keine genauen Überlieferungen. Es soll bereits seit der Wende zum 20. Jahrhundert bestehen und als Dank und Bitte für die mit großen Gefahren verbundene Holzbringung im Winter auf dem extrem steilen Fuhrweg angebracht worden sein. Bis 1936 soll auf der Fichte nur ein Marienbild vorhanden gewesensein. 1936 hat dann im Auftrag des Forstarbeiters Johann Eingang der LandwirtJohannSchachner vlg. Ernst aus Wörschachwald ein Marterl angefertigt, in dem das Bild untergebracht wurde. 1996, also nach 60 Jahren, hat das Enkerl von Herrn Schachner, ebenfalls namens Johann Schachner, Eisenbahnerpensionist aus Wörschach, das Marterl einer Erneuerung unterzogen, indem er das Dach neu anfertigte und die Seitenteile - soweit notwendig - ausbesserte. Das alte Bild wurde infolge Schadhaftigkeit vor Jahren von Frau Theresia Kerschbaumer vlg. Röthelsteiner gegen eine russische Ikone mit der Muttergottes ausgetauscht. Vor dem Marienbild ist ein von einer Batterie beleuchtetes Kreuz angebracht. Weiters ist ein „Sturmgebet zur Gottesmutter in großer Not“ hinterlegt. Das Marterl wird von der Nichte des schon erwähnten Herrn Eingang, Frau Grete Kerschbaumer in Wörschach betreut. Die Bezeichnung „Rast“ ist darauf zurückzuführen, dass die Wörschachwalder, wenn sie vom Einkaufen oder vom Kirchgang in Wörschach kommend nach dem steilen Anstieg und etwa auf der Hälfte des Weges schon stark ermüdet waren, hier eine Rast einlegten. Ebenso wurde hier Rast gehalten, wenn man „Gleck“ (Grünfutter) vom Heimbetrieb auf die Sommerstallung im so genannten Freiberg aufs „Eck“ trug.
|  | Bildstock in Stein |
Über diesen Bildstock im Ortsteil Stein ist historisch nichts bekannt. Die alte Statue der Maria immaculata (Muttergottes mit Weltkugel, Schlange und Sternenkranz), die den Bildstock zierte, wurde 1970 vermutlich gestohlen. Der Überlieferung nach lag der große Stein, auf dem der Sockel steht, bereits 1210 an seinem heutigen Ort. Der Bildstock wurde erst 2002 mit Hilfe der Familien Neuper und Palatin sowie der Nachbarn renoviert und die fehlende Marienstatue durch eine neue (Madonna von Lourdes) ersetzt.Eine Pestkapelle in Stein, deren Baujahr mit 1633 angegeben wurde und die unweit vom heutigen Haus Pichler stand, fiel 1958 dem Bau der neuen Ennstalbundesstraße zum Opfer. Einzig und allein das Schutzgitter von dieser Kapelle blieb erhalten. Es ist an der Stirnwand zur Hohenlohegruft im Friedhof zu Niederhofen montiert. |  | | | Aus redaktionellem Grund können nicht mehr Bildstöcke dargestellt werden, da der Speicherplatz beschränkt ist.
Texte aus dem Kircheführer Wörschach
Foto: David Horner, Kirchenführer Wörschach
Webdesing: Maximilian Stiegler, Pfarrverband Stainach |  |
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