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Liebe Pfarrgemeinde von Kirchberg!
Es ist wieder Advent,
die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Leider ist in den Tagen vor Weihnachten
oft wenig vom Sinn dieser Zeit zu spüren. Uns begegnet vermehrt Rummel, Lärm
und Hektik.
Ich erinnere mich,
dass ich Sie im Vorjahr im Advent-Pfarrbrief auf die vielen sinnvollen
Adventbräuche aufmerksam gemacht habe, die uns hilfreich zum eigentlichen
Weihnachtsgeschehen hinführen könnten. Nochmal möchte ich aus den vielen sinnvollen
Adventbräuchen heuer auf einen hinweisen, die Herbergsuche.
Es treffen sich
Familien aus der Nachbarschaft, um gemeinsam zu beten und zu singen. Ich halte
es für ein gutes Zeichen in unserer lauten und oberflächlichen Welt, dass die
Not von Maria und Josef noch immer nachempfunden wird. Die Herbergsuche von
damals weist uns auf die Heimatlosigkeit der vielen Herbergsuchenden von heute
hin. Wir werden über Medien mit den Flüchtlingsströmen in anderen Ländern fast
täglich konfrontiert, verursacht durch Krieg, Naturkatastrophen... Millionen
Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben, und das heißt für viele jahrelang
in Lagern leben müssen. Die Herbergsuche von Maria und Josef möge uns gerade
jetzt in der Adventzeit die Augen öffnen für die vielen Herbergsuchenden in
aller Welt und uns erinnern an das Wort Jesu: „Was ihr den Geringsten meiner
Brüder und Schwestern tut, das tut ihr mir.“
Mit allseits
freundlichem Gruß bin ich Ihr Pfarrer
Georg Stoff
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