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Hauptpfarre Riegersburg
Die Einrichtung der Pfarrkirche
Von der spätgotischen Ausstattung der Kirche ist uns leider nichts erhalten.
Der Hochaltar entstand um 1780/90 im klassizistischen Stil. Er ist aus Marmor errichtet mit seitlich je zwei Säulen.

In der Mitte ist ein Ölbild mit der Darstellung der Mantelteilung des Hl. Martin angebracht, welches der Grazer Maler Anton Jantl geschaffen hat. Unter dem Bild befindet sich ein vergoldetes Relief mit einer weiteren Szene aus dem Leben des Hl. Martin.

Die beiden vergoldeten Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus entstanden schon um 1760 und wurden von einem früheren Hochaltar übernommen.

Ebenso die Engel und die beiden Figuren neben dem Hochaltar -Sebastian und Johannes Baptist

Ebenfalls aus dem dritten Viertel des 18. Jhdts. stammen die zwei barocken Seitenaltäre, die Brüstung des Orgelchores aus Stuckmarmor und die Orgel selbst, sowie das Kommuniongitter, welches ursprünglich im Grazer Dom stand.


Gleichzeitig mit dem Hochaltar wurde die Kanzel errichtet, welche aus einem gerundeten Marmorkorb mit einfacher Plattengliederung und vergoldeten Schuppenbändern, einem hölzernen Schalldach und einer marmornen Vorhangdraperie an der Rückseite besteht.

Die ältesteten Ausstattungsstücke der Kirche sind zwei vorzügliche Bildhauerarbeiten aus Stein, die jeweils von Burgherrn von Riegersburg in Auftrag gegeben wurden. An der Nordseite des Kirchenschiffes steht das reichgestaltete Marmorepitaph des Erasmus von Stadl, der 1578 verstorben war.

An der südlichen Außenwand sehen Sie einen frühbarocken Altar aus Aflenzer Sandstein, laut Inschrift von Georg Christoph Freiherr von Ursenbeck und seiner Frau 1619 gestiftet

In der Wenzelkapelle findet man die Gruft der Grafen Purgstall mit einfachen klassizistischen Grabsteinen sowie einen neugotischen Altar.


Weiters erwähnenswert sind die 14 Kreuzwegbilder von J. Wonsidler aus dem Jahre 1856

Christus mit den Emmausjüngern
(frühes 18. Jhdt.)

Die Wangen des Kirchengestühls wurden 1886 von Carl Fischentin hergestellt, ebenso wie die Flügel des Westportals.

Die Neuverglasung der Fenster im Jahre 1979 folgte dem Entwurf von Adolf und Heide Osterider. Die durchwegs abstrakten Kompositionen mit starker Aufwärtsbewegung deuten durch symbolische Farbwerte unseren Lebensweg

Von der Künstlerin Susanne Baumhakel wurden der neue Volksaltar und das Ambo, sowie die Sedilien und der Ablegetisch entworfen. Inspiriert vom Eindruck des Riegersburger Basaltfelsens wurden auch Volksaltar und Ambo aus Basalt gefertigt. Der Altar zeigt die Form einer sich öffnenden Knospe, welche wir auch im Ambo verändert wiederfinden

Mit der sich nach oben öffnenden Form soll es die Vorstellung eines Emporwachsens bewirken. Die Worte, die vom Ambo verkündet werden, mögen in das Leben der Menschen eindringen, wachsen und Früchte tragen. Für die Sedilien und den Ablegetisch wurde heimisches Holz verwendet. Formal sind sie den Grundformen des Altars und des Ambos angenähert


Graz-Seckau

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