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Dekanat
Feldbach
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Hauptpfarre Riegersburg
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Die Entstehung der Pfarrkirche |
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Der erste Sakralbau von Riegersburg war eine kleine Magdalenenkirche an der Ostseite des Burgfelsens neben dem ehemaligen Hauptpfarrhof, welche um 1170 erstmals erwähnt wurde. Nach dem Bau der wesentlich größeren Kirche zum Hl. Martin verlor sie aber an Bedeutung und musste 1832 aufgrund ihrer Baufälligkeit abgetragen werden. An ihre Stelle wurde bald darauf eine kleine Magdalenenkapelle errichtet, die unmittelbar an den alten Pfarrhof anschließt.
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Der Bau der neuen Pfarrkirche wurde unter Reinprecht von Reichenburg Ende des 15. Jhdt. begonnen, musste aber wegen Geldmangel eingestellt werden. Sein Sohn Hans von Reichenburg ehelichte die Erbtochter Eva von Trautson und konnte so die wirtschaftliche Situation seiner Familie wieder verbessern. Unter ihm und Pfarrer Matthias Weinreben (1517 - 1554) wurde die Kirche schließlich fertiggestellt.
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| Wappen der Reichenburg und Trautson | |
| Im ersten Bauabschnitt unter Reinprecht von Reichenburg wurden der Altarraum und die Kirchenschiffsmauern mit den außenliegenden Strebepfeilern errichtet, sowie die südliche Kapelle mit der an sie anschließenden Wendeltreppe und wahrscheinlich auch das Untergeschoß des ersten Südturmes. Auffällig ist der außen unverputzt gebliebene Zustand der Wände, die aus an Ort und Stelle gebrochenem Basalttuff errichtet wurden. |
Der Altarraum weist einen an fünf Seiten geschlossenen achteckigen Grundriß auf, sein Gewölbe ist von einem Rippennetz überzogen, welches sich aus ineinandergehenden Rautensternen zusammensetzt.
Fünf zweizeilige Fenster erhellten ursprünglich den Altarraum. |
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An der Nordseite befindet sich ein schlankes Spitzbogenportal, das ehemals ins Freie führte, jetzt aber den Zugang zu einer Wochentagskapelle darstellt. Das ihm gegenüber befindliche Rechteckportal hingegen ist ein Innenzugang, der zum Erdgeschoßraum des gotischen Turmes geführt haben muß.
Das Langhaus der Kirche wurde in der ersten Bauphase vermutlich nur mit einer Flachdeckung versehen, erst nach 1520 wurde ein weit gespanntes Kreuzrippengewölbe errichtet. |
| Ebenfalls in der zweiten Bauphase unter Hans von Reichenburg wurde die Wenzelskapelle angebaut, ursprünglich wohl als Gruftkapelle der Familie Reichenburg, heute befindet sich dort das Grabmal der Familie Purgstall. |
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| Im 17. Jhdt. erfolgte der Anbau der heutigen Wochentagskapelle und die Erneuerung des Turmes. Dieser ist ein dreigechossiger, quadratischer Ziegelmauerbau mit rundbogigen Schallfenstern, den Abschluß bildet ein kleiner Zwiebelturm. |
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| Gleichzeitig entstand auch die an der westlichen Eingangsseite angebaute offene Vorhalle, welche auf zwei Steinsäulen mit Postamenten abgestützt ist, sowie die heutige Sakristei. |
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1884 - 1886 fand eine umfassende Restaurierung der Kirche statt und 1900 wurde sie neu gepflastert. Die im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden wurden in den darauffolgenden Jahren behoben.
1979 war dann aber eine Gesamtrenovierung von Nöten im Zuge derer unter anderem das Kirchengestühl und der Fußboden erneuert, sowie die Fenster neu verglast wurden. Die Neueinweihung der Kirche erfolgte am 28. September 1980.
In den letzten Jahren wurden schließlich der neue Volksaltar mit Ambo und Sessio errichtet, die Kirche neu gefärbelt, eine neue Lautsprecheranlage installiert und die Bilder restauriert. Die Einweihung des neuen Altares fand am 01.04.2001 durch Generalvikar Mag. Helmut Burkard statt.
Die Renovierung des Kirchturmes konnte am 17. Oktober 2004 mit Segnung und Aufzug des Turmkreuzes abgeschlossen werden.
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