Die Pfarre gehörte über
Jahrhunderte zur Mutterpfarre Hengsberg, von wo aus berittene Kapläne zur Feier
der Gottesdienste nach Lang kamen.
Das Dorf „Langh“ wurde 1140
bereits urkundlich erwähnt, eine Kirche schon im Jahr 1219.
Dass in Lang seit dem Jahr 1636
die Taufbücher vollzählig vorhanden sind, bezeugt, dass bereits ein
regelmäßiges Pfarrleben bestanden hat, bevor mit der Fertigstellung der
jetzigen Kirche um das Jahr 1680 eine eigene Lokalkuratie (=örtliche
Seelsorgestelle) errichtet wurde. Eine Stiftungstafel in der Marienkapelle der
Kirche erinnert noch heute an einen Wohltäter, der dafür sorgte, dass die
Belange des Gottesdienstes und die Armen versorgt werden konnten. Seit dieser
Zeit hat Lang einen eigenen Seelsorger, der in der Pfarre wohnt.
Offensichtlich hat die Pfarre
erst Ende des 17.Jahrhunderts einen Bauernhof erworben, aufgestockt und dem
Pfarrer als Wohnung zur Verfügung gestellt. So ist der Pfarrer von Lang bis
heute als Pfründeninhaber für eine Landwirtschaft Mitglied in der Ortsgemeinschaft
Lang.
Ein einschneidendes Ereignis
war der Kirchturmbrand im Sommer 1982, in dessen Folge eine Gesamtrenovierung
der Kirche in die Wege geleitet wurde. Pfarrer Josef Maier, der damals schon
von Krankheit gezeichnet war, hat sowohl die Altarweihe nach der Renovierung
als auch die Glockenweihe im Sommer 1984 noch erleben können, bevor er am
24.Oktober sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurücklegte. Er war 43
Jahre Lang als treuer Seelsorger mit den Seinen in guten und in bösen Tagen
unterwegs gewesen.
Die Dorfkapelle in Dexenberg
wurde 1864 geweiht und im Jahr 2003 gründlich renoviert und mit einem neuen
Volksaltar versehen. Einmal monatlich wird dort die hl. Messe gefeiert.
Seit dem Jahr 1984 besteht
der Pfarrverband mit St. Margarethen bei Lebring. Im September 1988 hat Pfarrer
Dr. Peter Brauchart die beiden Pfarren übernommen. Dank der guten Zusammenarbeit
aller Pfarrbewohner und der verschiedenen Gruppen gibt es trotzdem ein reges
Pfarrleben.
|