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PfarrVerband St. Margarethen bei Lebring - Lang
Geschichte der Pfarre St.Margarethen
Die erste Erwähnung der Pfarre gilt nicht St. Margarethen oder Lebring, sondern der Ortschaft Bachsdorf (um 1140)

Im Jahr 1066 wird eine Kirche „innerhalb der Hengistburg“ urkundlich erwähnt. Mit Bezug auf dieses Datum wurde 1966 groß die 900-Jahr-Feier der Pfarre begangen. Die Historiker sind sich allerdings darüber uneinig, ob die Hengistburg in St. Margarethen, oder doch eher in der Mutterpfarre Hengsberg zu lokalisieren ist

Fest steht, dass im Jahr 1136 die Kirche zur hl. Margaretha an das Chorherrenstift Suben am Inn (die gleiche Klostergemeinschaft wie Vorau) übertragen wurde. Ab diesem Zeitpunkt bis zur Aufhebung des Stiftes unter Kaiser Josef II. versahen die Mitglieder dieser Ordensgemeinschaft bei uns die Seelsorge.

(Wie kommt ein oberösterreichisches Kloster dazu, in der Südsteiermark eine Pfarre zu führen? Wohl wegen des Weinanbaues, der am Südhang des Wildonerberges möglich war.

Die Jahreszahl 1516, die bis heute über dem gotischen Portal in der Turmkammer zu lesen ist, weist hin auf die Fertigstellung einer gotischen Kirche, die um etwa ein Drittel kleiner war als die heutige.

In der Barockzeit wurde die Kirche zweimal umgebaut. Aus dieser Zeit stammt ihre heutige Gestalt.

Aus dem 19. Jahrhundert existieren noch Skizzen für eine neugotische Kirchenumgestaltung. Diese Pläne wurden allerdings nie umgesetzt.

Bei der Kirchenrenovierung im Jahr 1991 wurde unter dem linken Bankblock das Grab einer Wohltäterin der Kirche entdeckt. Im Sargdeckel wurde ein Schreiben gefunden, aus dem wegen der starken Verwitterung allerdings nur ein weiblicher Vorname, sonst leider nichts mehr erschlossen werden konnte. Nach Dokumentation durch das Bundesdenkmalamt wurde der Sarg ungeöffnet wieder verschlossen und der Fußboden erneuert.

Die Figur der „Hoffnung“ (mit dem Anker) auf dem Kanzeldeckel wurde nachgeschnitzt - (die alte war bei Renovierungsarbeiten im 2. Weltkrieg abhanden gekommen).

Mit der Altarraumgestaltung wurde die junge Künstlerin, Susanne Baumhakel, aus St. Margarethen betraut. Der Stein für den Altar wurde vom Buchkogel gebrochen.

Wer sich die Mühe macht und am Priestersitz das vorhandene Loch im Stein genau anschaut, wird darin einen versteinerten Seeigel entdecken. Ebenfalls sind am Ambo die Muscheleinschlüsse deutlich sichtbar. Der neue Altar harmoniert gut mit dem ältesten Stück der Kirche, dem Taufstein aus der Zeit um 1500.

Im Jahr 2000 kamen das Bild mit der Kreuzabnahme und der Grablegung Christi, ebenfalls Arbeiten von Susanne Baumhakel, in die Kirche.

Seit dem Jahr 1954 wird in der Altersheimkapelle des Schlosses Murstätten regelmäßig die hl. Messe gefeiert.

Im Jahre 1991 wurde in Bachsdorf eine neue Dorfkapelle errichtet und seit damals versammelt sich die Bevölkerung auch dort einmal im Monat zur Feier des Gottesdienstes.

Wegen der Krankheit des Langer Pfarrers im Jahr 1984 musste der Pfarrer von St. Margarethen auch die Seelsorge für Lang übernehmen.

Im September 1988  wurde die Pfarrerstelle vom der Pfarrverband

St. Margarethen/Lebring  und Lang von Pfarrer Dr. Peter Brauchart übernommen.


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