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Geschichte der Pfarrkirche Wolfsberg |
| Schon in alter Zeit stand hier ein Kirchlein. Der Sage nach, soll es ein Jagdschlosskapelle gewesen sein - und zwar soll der damalige Landesfürst dort, wo sich heute das Presbyterium befindet, die Kapelle errichten haben lassen. Wenn er dann sonntags mit seinem Gefolge der Jagd nachgehen wollte, konnte er auch der hl. Messe beiwohnen. Es war eine sogenannte "Filialkirche" von St. Georgen. Aber schon im 13. Jhdt. kommt Wolfsberg als selbstständige Pfarre vor. Vom ursprünglichen Kirchlein ist nichts mehr vorhanden. Die jetzige Kirche stammt aus der Zeit der Gotik. Sie ist dem hl.Dionysius geweiht, dessen Fest am 9. Oktober gefeiert wird. Dionysius, unser Pfarrpatron, wurde um 285 enthauptet. Vom Licht umgeben und von Engeln gestützt soll er sein Haupt zu der Stelle getragen haben, an der er begraben sein wollte. Im Jahre 1734 war die Kirche durch die ungünstige Bodenbeschaffenheit und Hanglage schon im höchsten Grade baufällig und wurde deshalb damals neu gebaut - Turm und Presbyterium blieben stehen. Das Schiff wurde abgerissen und im Stile der damaligen Renaissance mit Kuppel und Kapellenanlage neu aufgebaut. 1739 wurde die Kirche geweiht. Doch auch dieser Bau hatte nicht die gehörige Festigkeit, der Turm fing sich wieder an zu senken und der untere Teil bekam größe Sprünge. Deshalb wurde dann die massive, aber wenig ästhetische Stützmauer aufgebaut, die der Kirche zwar Halt, aber eigentlich kein schönes Aussehen gegeben hat. Das war die vorletzte Gesamtrenovierung im Jahre 1969/70.
1991 startete die letzte Kirchenrenovierung. Um Sprüngen, die ständig zwischen Kirchturm und Kirchenmauern auftraten und durch Rutschungen entstanden waren, Herr zu werden, wurden Probebohrungen durchgeführt. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde das Fundament gefestigt. Außerdem wurde die Orgel restauriert, das Kirchturmdach erneuert und die Sakristei, die südlich liegt, neu angebaut. Die spätbarocke Einrichtung stammt aus der Zeit des Neubaus. An der Nordseite liegt die Taufkapelle mit einem Fresko vom Jüngsten Gericht und einer Plastik von Johannes dem Täufer auf dem Taufbrunnen.
|  |  Pfarrkirche Wolfsberg | 
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