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Dekanat Mürztal
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Pfarre Hönigsberg

Die Pfarrkirche
Die Geschichte

Die Gründung der Dorfsiedlungen Langenwang und Pichlwang gehen vermutlich noch vor das Jahr 900 zurück.

Im 1l./12. Jahrhundert begann eine neue Periode intensiver Besiedelung im Mürztal. In dieser Zeit dürften die Siedlungen Zimmersdorf (ursprünglich Simonsdorf) und Gutenbrunn gegründet und der Bergrücken des Hönigsberges (ursprünglich Haunsberg) besiedelt worden sein. Leider gibt es keine urkundlichen Aufzeichnungen darüber. (Vergl. Pfarrchronik von Langenwang)

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Der Anfang

Die ständig steigende Einwohnerzahl hatte schon vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Errichtung einer Seelsorgestation in Hönigsberg wünschenswert erscheinen lassen. Erst Pfarrer Josef Zotter gelang es am 18. Mai 1949 nach langen und schwierigen Verhandlungen in Hönigsberg eine alte Baracke und das Grundstück für eine Kirche um S 160.000.- zu erwerben.

 

Damit waren die wichtigsten Voraussetzungen für die Errichtung einer Kirche in Hönigsberg geschaffen. Viele Hönigsberger können sich daran noch gut erinnern.

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Der Ursprung

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Fabrikshalle als Zweigstelle der Wiener Firma Handlos & Co zur Herstellung von Möbel und Baubeschlägen aus rostfreien Abfallstoffen der Schoeller-Bleckmann Werke erbaut. Vorerst wurde in kleineren Werkhallen (Baracke und Grundmauern des heutigen Gartens) die Produktion aufgenommen. Zusätzlich wurden auch Waschrumpeln und Löffel aus rostfreiem Edelstahl hergestellt Einige Betriebe aus dem Mürztal haben sich hier zur Firma „Mürzmetall" zusammengeschlossen. Die große Fabrikshalle (jetzt Kirche) war für eine Großproduktion vorgesehen wurde aber nie in Betrieb genommen da die dazu benötigten Stanzmaschinen von der russischen Besatzungsmacht nicht über die Demarkationslinie gelassen wurden. Die händische Produktion kam aber zu teuer, und so ließ die Leitung des Stammwerkes in Wien den Betrieb sperren. Das Grundstück und die darauf befindlichen Gebäude waren ab diesem Zeitpunkt käuflich zu erwerben.

Das Mesnerhaus

Das einzige gemauerte Bauwerk unter der einstiegen Barackenanlage war das Portierhäuschen. Dort war auch die Lagerleitung untergebracht. Dieses Häuschen bot später dem Mesnerehepaar Endres Platz. Franz Endres war pensionierter Eisenbahner und versah mit seiner Frau Josefa den Mesnerdienst in Hönigsberg Nach deren Tod blieb das Gebäude einige Zeit leer.

Kurz wurde es von einem begeisterten Zeitschriftensammler als Lager benutzt, aber als die Schwestern in Hönigsberg Einzug nahmen, wurde es zu einer Garage umgebaut.

Das Gotteshaus

Das Bauamt der Diözese Graz - Seckau beauftragte Architekt Dipl.-Ing. Franz Koch mit der Umgestaltung der alten Fabrikshalle in ein Gotteshaus. Gehalten im Baustil der späten 5Oer Jahre wirkt die Kirche einfach und fast ein wenig kühl. Die Inneneinrichtung ist ebenfalls bescheiden. Das charakteristische Holzkreuz im Altarraum war eher als Provisorium gedacht, ist aber von dort nicht mehr wegzudenken.

Einige wichtige Dinge fehlten von Anfang an: Der Turm hatte keine Glocken, an der Wand hing kein Kreuzweg und die Gemeinde musste beim Gottesdienst auf die Orgelbegleitung verzichten. Ein einfaches Harmonium half über das Ärgste hinweg.

Im Sonntagsblatt Nr. .51 v. 21. Dezember 1958 wurde folgendes Über die neue Hönigsberger Kirche berichtet: „Bei der letzten bischöflichen Visitation im Oberen Mürztal besuchte unser Bischof auch Hönigsberg einen neu aufstrebenden Industrieort mit nahezu3000 Einwohner

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Die kleine Renovierung

Kleinere Renovierungsarbeiten gab es in unserer Kirche einige male. 1972 wurde der Hochaltar zum Volksaltar umgebaut. Somit blickte der Priester beim Gottesdienst zum Volk, wie das II. Vatikanische Konzil in der Liturgiereform vorsah.

Tabernakel und Ewiges Licht aus rostfreiem Edelstahl der damaligen Schoeller-Bleckmann-Stahlwerke von Rudolf Jakesch entworfen und angefertigt, fanden ab jetzt in der Wand des Parabolbogens Platz. Zu dieser Zeit wurde der Kreuzweg, eine Hinterglasmalerei des oberösterreichischen Künstlers Alfred Seyer angekauft und unter den Apostelkreuzen. zwischen den Fenstern angebracht.

Die Glocken

Im November 1964 konnte von Kanonikus Johann Kern die erste Glocke (Hl. Maria) geweiht werden. Sie hat einen Durchmesser von 75 cm, wiegt 250 kg, und ist auf den Ton „C" gestimmt. Durch großzügige Spender und eine Sammlung in der Pfarre konnten schon im Mai 1965 zwei weitere Glocken angeschafft werden. Die kleinere Glocke - dem H1. Josef (Patron der Arbeiter) geweiht - mit einem Durchmesser von 65 cm, einein Gewicht von 173 kg, mit dem Ton „Es" und die größere Glocke - der HI. Barbara (Schutzheilige der Bergleute) geweiht - mit einem Durchmesser von 86 cm. 350 kg schwer und einer Stimmung in „B". Alle drei Glocken sind aus Zinnbronze gegossen.

In der Glockenkammer ist noch Platz für eine vierte Glocke vorgesehen. 1975 bot sich die einmalige Gelegenheit für diese Ergänzung des Geläutes, doch fehlte, wie so oft das nötige Geld dazu.

Diese Glocke hätte ein Gewicht von 600 kg, einen Durchmesser von 100 cm und die Stimmung „G" gehabt. Zusammen ergäben die Glocken das so genannte „Parzival" - Geläute.

Die große Renovierung

Größtes Anliegen von Pfr. Wieser war eine grundlegende Renovierung unserer Kirche. Vieles war von Anfang an nur Provisorium, das bei (finanzieller) Gelegenheit geändert werden sollte. 1983 kam es eher durch einen glücklichen Umstand zu einer berechtigten Hoffnung auf diese Renovierung. Die Diözese Graz Seckau hatte in der Vorbereitung auf den Steirischen Katholikentag das Thema „Kunst- Kirche" aufgegriffen. In Zusammenarbeit mit den Initiatoren des Steirischen Herbstes wurden neun namhafte Künstler und Architekten eingeladen, ihr ganzes Können, ihre Phantasie und ihr schöpferisches Engagement einzubringen, um drei ausgewählte Kirchenobjekte in der Steiermark zu entwerfen bzw. umzugestalten.

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