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Dekanat Mürztal
Dekanat Muerztal
Pfarre Hönigsberg

Grazerstraße 85
8682 Mürzzuschlag-Hönigsberg
Tel. 0 38 52/26 74
hoenigsberg@graz-seckau.at
Die große Renovierung
Es war dies der Neubau eines Pfarrzentrums in Graz - Ragnitz, die Innenrenovierung der Stiegenkirche in Graz und unsere Kirche in Hönigsberg. Von insgesamt vier Entwürfen wurde das Projekt von Edith Temmel aus Graz ausgewählt. Die Künstlerin setzte sich sehr intensiv mit den Menschen und deren sozialem Umfeld, dem Bauwerk der Kirche und deren ursprünglichen Zweck auseinander. Ihr Hauptanliegen und ihre Stärke war die Gestaltung der 14 Fenster und des großen Parabelfensters über dem Ein/Ausgang. Im Begleitbuch „Kunst für die Kirche" schrieb die Künstlerin u.a. "Diese Pfarrkirche war für mich nichts anderes als eine mittelgroße Fabrikshalle mit hochgezogenen Fabriksfenstern und einem raumbeherschenden Parabolbogen als Gipfelpunkt dieser- Mauern aus Beton und Kälte... So bin ich zur Überzeugung gelangt, dass es den Versuch wert wäre in diesen Menschen wieder- einen Hauch von Freude anzufachen. Nur ein kleines Fünkchen, vielleicht wenn sie die farbig gestalteten Kirchenfenster ansehen. Und was könnte aus so einem Fünkchen mit Gottes Hilfe nicht noch alles werden."

Heute wissen wir sehr wohl, was daraus Wunderbares geworden ist. Freilich waren diese Überlegungen erst der Anfang. Wie so oft fehlte für die Verwirklichung dieses Renovierungsprojektes das Geld. Aber nach langen und zähen Verhandlungen des Finanzausschusses des Pfarrgemeinderates mit der Finanzkammer der Diözese kam die Zusage der nötigen Mittel. Es dauerte aber fast drei Jahre, bis diese Pläne konkret zu werden schienen. Noch ehe aber mit der genauen Planung begonnen werden konnte, überraschte uns im Juni 1986 der plötzliche Tod von Pfarrer Alois Wieser. Erst ein Jahr später, im Juli 1987 wurde mit dem Umbau begonnen.

Die Bänke wurden abmontiert und zur Bearbeitung abtransportiert. die alte Kohle - Warmluftheizung abgerissen und durch eine moderne Gasfeuerungsanlage ersetzt, der PVC Fußboden entfernt und durch Marmor ersetzt, Altar und Ambo (Lesepult) verkleinert und versetzt. Stufen hinter dem Altar sollten für die Session Platz bieten.

Das Taufbecken wurde vom Altarraum in den Kirchenraum gestellt, Tabernakel und Ewiges Licht fanden wieder im Altarraum Platz. Es blieb kein Stein mehr auf dem anderen. Auch eine Neudeckung des Daches mit einer zusätzlichen Wärmeisolierung war notwendig.

Bei der Farbe der Außenfassade entschied sich das diözesane Bauamt für rosarot. In den ersten zwei Monaten der Umbauarbeiten wurden die Gottesdienste in einem Klassenraum der Volksschule gefeiert.

Im Herbst gab das Diözesanmuseum die Erlaubnis, in der „Unterkirche" das antike „Gerümpel" zu entfernen um den Raum als Notkirche zu benutzen. Dort wurden auch, wie schon erwähnt, unsere drei Schwestern empfangen. Zwei Wochen später, am Heiligen Abend 1987 konnte die Christmette als erster Gottesdienst in der neu gestalteten Kirche gefeiert werden. Nur die farbigen Glasfenster fehlten noch. Sie wurden zu dieser Zeit nach dem Entwurf der oben erwähnten Künstlerin Edith Temmel in der Glaserei Schlierbach in Auftrag gegeben und im Mai 1988 in die Rahmen der Fenster gesetzt. Jetzt erst, da alle Arbeiten abgeschlossen waren, kam die Absicht der Künstlerin voll zum Vorschein, und wir verstanden, was sie mit diesem „Fünkchen“ meinte, das angefacht werde. wenn wir diese Fenster bei der Feier der Heiligen Eucharistie ansähen. Am 30. Oktober 1988, fast genau 10 Jahre nach dein

Weihefest, konnte in einem Festgottesdienst mit Generalvikar Mag. Leopold Städtler die neu renovierte Kirche eingeweiht werden. Der Pfarrsaal und die Jugendräume unterhalb der Kirche bekamen erst allmählich durch den überaus großen Einsatz von Sr. Engeltraud mit ihren vielen und fleißigen Helfern ihr jetziges einladendes und vor allem „trockengelegtes" Aussehen.

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Mitarbeiter- u. Terminlogin