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Pfarre Langenwang

Die Pfarrkirche
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Die Gründung Langenwangs (erste Nennung 1232: "Langenwanc") fällt sehr wahrscheinlich in die Zeit der ersten deutschen Kolonisationswelle, d. h. in die Jahrzehnte vor 900 n. Chr. In den Anfängen gehörte Langenwang kirchlich zu der den größten Teil des Mürztales umfassenden Pfarre St. Lorenzen (erstmals 925 genannt). Langenwang wurde spätestens 1232 zur selbständigen Pfarre erhoben. Die Besitzer der Burg (er-
richtet um 1150; heute Ruine) und Herrschaft Hohenwang übten die Vogteirechte über die Pfarrkirche von Langenwang aus und waren somit auch für das kirchl. Leben der Bewohner wesentlich. Von einer Kirche in Langenwang, die dem hl. Apostel Andreas geweiht ist (Festtag am 30. November), hören wir vor dem 13. Jahrhundert noch nichts, doch ist mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass hier bereits im 12. Jahrhundert ein Gotteshaus bestanden hat.

1493 bis 1496 erfolgte der großzügige Um- bzw. Ausbau des bis dahin vielleicht noch romanischen Langhauses der Kirche. Durch diesen Umbau erhielt die Kirche jene Größe und jenes Aussehen, das sie im großen und ganzen bis heute bewahrt hat: ein Gotteshaus mit prachtvoller Raumwirkung, das zu den schönsten Kirchen unter jenen in unserem Land zählt, die uns im wesentlichen noch ungebrochen den Charakter der Baukunst der Gotik widerspiegeln. Der massige Kirchturm dürfte in seiner Grundform noch der romanischen Bauperiode (13. Jahrhundert) angehören und im Zuge einer Restaurierung 1666 auf die heutige Höhe (36 m) gebracht worden sein.

Aus der Zeit der Gotik stammen in der Kirche die Sternrippengewölbe in den beiden Seitenschiffen und das Netzrippengewölbe im Mittelschiff, sowie ein achtseitiger Taufstein, an dem heute wieder getauft wird. Besonders zu erwähnen ist das Kleinod der Langenwanger Pfarrkirche, ein gotischer Flügelaltar aus dem Jahre 1509, der sich weiters das große Rosenkranzbild an der südlichen Langhauswand, welches fünfzehn wunderbare Medaillons zu den einzelnen Rosenkranzgeheimnissen aufweist. Die letzte Investition reicht in das Jahr 1999 zurück: Die Orgel mit 20 Registern und 2 Manualen, die nicht nur zu den Gottesdiensten erklingt, sondern auch zweimal im Jahr ein großes Orgelkonzert bietet.

Die spätgotische Holzstatue des Hl. Andreas befand sich ur-sprünglich in einer Nische der östlichen Aussenwand der Kirche.
1959 stürzte sie herunter, wurde nicht beschädigt, u. ist jetzt an der Brüstung der Orgelempore angebracht.

Das Hochfest des hl. Andreas (Pfarrpatrozinium und Anbet- ungstag) findet am 30. November statt.

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