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Doppelkirche

Mit der Gründung der Sebastianibruderschaft im Jahre 1517 sind auch die baulichen Anfänge der heutigen Doppelkirche, die an der Südseite in die Wehranlage integriert ist, verbunden. Da der Bau dieser Doppelkirche mit der Verstärkung der Taboranlage zusammenfällt, diente sie wohl auch der Verstärkung der Wehranlage. Die in die Stützmauer des Kirchberges gleichsam eingebundene Kapelle zur Schmerzhaften Mutter, auch Tiefkirche genannt, wurde zunächst als Beinhaus (Karner) adaptiert. Dieser Verwendungszweck wird 1677 zuletzt erwähnt.

St. Sebastian

Über dem Portal lesen wir neben der Jahreszahl 1535 auch noch eine Inschrift, die sich auf den Umbau im Jahr 1631 bezieht.
Das Altarblatt zeigt den Pestheiligen Sebastian inmitten der vierzehn Nothelfer. Dieses Altarblatt gehört zu den besten Werken den Malers Franz Ignaz Flurer und entstand zwischen 1730 und 1735.

Es wird von Karl Boromäus und Rochus, ebenfalls zwei Pestheiligen, flankiert.
Weitere Heiligenfiguren befinden sich auf Konsolen an den Seitenwänden: Judas Thaddäus (ein Engel hält das Bildnis Christi), Dismas (der rechte Schächer bei der Kreuzigung Christi), sowie zwei Bischöfe die als die Viehpatrone Leonhard und Patrick verehrt werden.

Auf der kleinen Orgelempore befindet sich ein Orgelwerk von Ludwig Greß aus dem Jahr 1780.

Aus der Glockengießerei Perner in Passau stammen die 2008 aufgezogenen Glocken:
Sebastianiglocke 188 kg - e"
Josefsglocke  125 kg - fs"

Zur schmerzhaften Mutter Maria in der Tiefkirche

Neben dem Eingang in die Sebastianikirche führt ein weiteres spätgotischen Portal in die Tiefkirche hinab. Der Altar wurde 1775 vom Bildhauer Johann Lehner aus Radkersburg aufgestellt. Die Pieta ist von Engeln umgeben, die Leidenswerkzeuge in Händen halten.

Das Gewölbe ist mit gemalten Ornamenten und Kartuschen versehen, in denen die Schmerzen Mariens dargestellt werden. Diese Malerei entstand in den Jahren 1913/14 durch die "Gebrüder Kerle" aus Tirol.

An der Außenseite der Doppelkirche, gegenüber dem Gasthaus "Jägerwirt", ist an der Wehrmauer eine Pieta aus dem späten 18. Jahrhundert angebracht. Ebenso ist eine Sonnenuhr aus dem Jahre 1521 zu sehen.

aus "Führer durch die Kirchen am Stradener Himmelsberg"
von Gottfried Allmer



 

Der Turm der Sebastianikirche ist 26,5 m hoch
.
Die Kirche St. Sebastian wird als Aufbahrungskirche verwendet.
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