| Das Schloss Waldstein kann auf eine lange Baugeschichte zurückblicken, was mit den öfter wechselnden Besitzverhältnissen zu tun hat.
Bedeutende Inhaber des Schlosses und der dazu gehörenden Besitztümer waren die Herren von Windischgrätz, das Geschlecht der Eggenberger und die Grafen von Dietrichstein. Heute gehört das Schloss der Stiftung Prinz Heinrich von Liechtenstein.
Die barocke Schlosskirche wurde von den Fürsten von Eggenberg im 17. Jh. errichtet. Sie ist der unbefleckten Empfängnis der Muttergottes Maria geweiht. Das Altarbild stammt aus dem Jahr 1681 und wurde von Hans Adam Weißenkirchner gemalt. Es stellt die heilige Maria als neue Eva, die auf der Weltkugel steht und die Schlange zertritt, dar.
Unter den Grafen von Dietrichstein wurde die Schlosskirche im 18. Jh. mit vielen Heiligenfiguren reich ausgestattet.
Vor allem stiftete Gottfried Graf von Dietrichstein das Benefizium von Waldstein, welches besagt, dass täglich ein Gottesdienst in der Schlosskirche gefeiert werden und sich dafür ein Geistlicher im Schloss aufhalten müsse.
Natürlich kann heute in einer Zeit des Priestermangels diesem Stifterwillen nicht mehr entsprochen werden. Pfarrer Dr. Horst Hüttl hat daher mit den Prinzen Vinzenz und Karl von Liechtenstein vereinbart, dass in Waldstein wichtige, gemeinsame Gottesdienste des Pfarrverbandes Deutschfeistritz-Übelbach gefeiert werden sollen. |