In 750 m Seehöhe liegt am
Laufnitzberg der Bauernhof der Familie Karl Schneller jun. vulgo Egger –
das Heimathaus der beiden fleißigen Pfarrmitarbeiterinnen Maria und
Elisabeth Schneller, die dort geboren wurden und gemeinsam mit sieben
weiteren Geschwistern ihre Jugendzeit verbrachten. Dieser Hof wurde bereits vor
über 500 Jahren urkundlich erwähnt als „Dy Hofstatt auf dem Eckh“. Im Jahr 1929
übernahmen die Großeltern des heutigen Besitzers, Kreszentia und Karl
Schneller, den „Eggerhof“ auf Leibrente. Als Kreszentia Schneller im Jahr
1994 von einer schweren Krankheit genas, beschlossen die Hoferben, Johanna
und Karl Schneller sen., als Zeichen der Dankbarkeit neben ihrem gepflegten
Wohnhaus im Obstgarten einen Bildstock zu errichten, an dessen Anblick sich
Mutter Kreszentia noch drei Jahre erfreuen durfte. Auch der
unerklärliche Umsturz eines Kreuzes hinter dem Haus, bei dem früher die
Kreuzwegandacht am Laufnitzberg begonnen hatte, wurde als Wink von „oben“ zum
Bau eines neuen Glaubenszeichens gedeutet.
Der Bau des Bildstockes wurde
sehr rasch abgewickelt. In kürzester Zeit stellte der Maurer Georg Fuchs die
Ziegelwände fertig. Den Dachstuhl baute Karl Schneller sen. gemeinsam mit
seinem Sohn Hans und das Dach wurde mit Tonziegeln gedeckt. Ein
schmiedeeisernes Tor, das ein Semriacher Schmied herstellte, schützt den
Eingang, zu dem ein mit Steinplatten gepflasterter Weg führt. Rund um die
Kapelle wurde ein schönes Blumengärtchen angelegt, das von einem Holzzaun
umgeben ist.
Das Herzstück dieses Bildstocks
ist eine aus Holz geschnitzte Marienstatue mit dem Jesuskind in der mittleren
Nische. Sie wurde seinerzeit von einem Kärntner Künstler bei der Grazer Messe
erworben. Aufgrund der Witterungseinflüsse am Laufnitzberg ist die Statue
mittlerweile etwas restaurierungsbedürftig. In den beiden Seitennischen sind
Bilder von Maria und Jesus zu sehen.
Am 26. Juni 1994 wurde der
„Schneller-Bildstock“ in Anwesenheit von Mutter Kreszentia von P. Simon
feierlich eingeweiht. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Laufnitzdorfer
Sängerrunde unter der Leitung von Hubert Zöhrer. Als Überraschung
organisierte Sepp Affenberger sogar ein Böllerschießen. Im Anschluss gab
es ein Fest für die Verwandten und die zahlreich erschienenen Gäste, die von
den Hausherren in der zur Ausschank umfunktionierten Garage bewirtet wurden und
die an diesem wunderschönen Sommertag von den Griasmoargeigern und
Laufnitzdorfer Jodlern aufs beste unterhalten wurden.
Anfang Mai finden am Laufnitzberg
im 6-Jahres-Zyklus die Feldersegnungen statt. 2007 wurden sie beim Bildstock
des „Eggerhofes“ abgehalten. Hin und wieder gab es dort auch schon
Maiandachten. Möge dieses wertvolle Zeichen des Glaubens möglichst viele Jahre
von der Familie Schneller so wunderbar betreut werden und somit unserer
Nachwelt erhalten bleiben!
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