| Am Fuße des Schiffalls steht in einer Seehöhe von 930 m die
höchst gelegene Kapelle von Frohnleiten auf dem Anwesen der Familie Zink-Pleschberger
vulgo Huber in Berg. Die wunderschöne Kapelle aus Holz wurde 1954 zum Gedenken
des am 13. Februar desselben Jahres im blühendem Alter von 15 Jahren so
tragisch verunglückten Haus-Sohnes Ferdinand Pleschberger errichtet. Im
Gedenken eingeschlossen ist auch sein Bruder Johann, der im Dezember
1956 als einziger der vier Insassen einen Autounfall in Kärnten nicht überlebt
hatte.
Die Gedenkkapelle am Laufnitzberg fügt sich äußerst schön in
das Gefüge des Hofes ein. Sie wurde auf einem Betonsockel sehr geschmackvoll
und zur Gänze aus hellem Holz erbaut. Das große Hofkreuz wurde damals vom Herrgottschnitzer
Zenz in Adriach restauriert und hernach in die Kapelle integriert. Der
Innenraum ist mit zahlreichen Heiligenbildern und Statuen, darunter eine
prachtvolle Marienstatue mit dem Jesukind, ausgestattet. Drei Reihen
gepolsterte Holzbänke laden dort zur Besinnung und zum Gedenken an die allzu
früh Verstorbenen ein. Außerdem sind bei der Kapelle noch zwei Holztüren und
drei Fenstern aus Holz vorhanden. Der Aufgang zur Kapelle führt über eine
Stiege aus Granitplatten. Das Dach besteht aus den gleichen Eternitschindeln
wie das Hausdach. Ferner sind beidseitig Dachrinnen angebracht. Das
Seitenfenster und die Vorderseite der Kapelle sind mit Blumenkisterln zur
Verschönerung versehen. Umgeben wird dieses Schmuckstück noch mit einem sehr
schönen Holzzaun in Kreuzform.
Auf Grund von Verwitterungen musste die Gedenkkapelle 2004
außen renoviert werden. Nach der Feldersegnung, die dort alle fünf Jahre
abgehalten wird, wurde die Kapelle am 1. Mai 2004 von P. Simon Orec mit
einer heiligen Messe eingeweiht. Das derzeit vorhandene Altartuch
mit wundervoller Kreuzstickerei wurde anlässlich dieser Renovierung von Maria
Stocker aus Peggau gespendet.
Die rüstige, im 85. Lebensjahr stehende Altbäuerin Maria
Pleschberger kümmert sich heute noch sehr liebevoll um Pflege und Schmuck
dieses Juwels.
Trotz der vielen Unglücksfälle, die die Familie
Zink-Pleschberger im Laufe der Zeit erlitten hatte, hat sie den Glauben nicht
verloren und mit der Kapelle ein sichtbares Zeichen hiefür gesetzt. Auf der
schwarzen Gedenktafel des 1954 verunglückten Haus-Sohnes Ferdinand steht:
Herr, Du hast ihn uns
gegeben,
Du hast ihn uns
genommen,
Dein Name sei
gebenedeit!
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