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Pfarre Bad Blumau

 

Geschichte der Pfarre

13. Jh: Nennung der Burg "Plumenenau" (um 1400 verödet, keine Spuren auffindbar)
Burgkapelle: dem Hl. Leonhardgeweiht

Um 1480:  Bau einer gotischen Kirche (Hl. Leonhard, s.u.)
Ende 17. Jh: einsturzgefährdet (durch Erdrutsch)
1702/03: Errichtung der heutigen Pfarrkirche als einheitlicher Barockbau
Baumeister: der Grazer Hofmaurermeister Bartholomäus Ebner
Kirchenpatron: der Pestheilige Sebastian (s.u.)

Blumau war Filiale der Pfarre Waltersdorf.
1785: Pfarrerhebung durch Josef II.
1788 bis 1993: Betreuung durch 16 Pfarrer
Seit 1993 wohnen 2 Pfarrschwestern im Pfarrhaus. Die priesterliche Betreuung erfolgt seither durch einen Provisor (1993-1995) bzw. einen Pfarrmoderator (seit 1995). Seit 2001 wieder durch einen Pfarrer, der zugleich die Pfarre Fürstenfeld betreut.
2002 wird der Name auf "Bad Blumau" geändert.


Die Pfarrkirche heute: Bauzustand und Inventar

2 Renovierungen: 1963; 1986 - 1990. 
Aus der 2. Renovierung: Volksaltar und Ambo (Material: Edelserpentin; Steinbildhauer: Johann Schweighofer) 

Architektur: 
3jochiges Langhaus , Kreuzgratgewölbe über flachen Wandpfeilern. 
Der Chor (Altarraum) ist eingezogen und einjochig mit 3/8 Schluß. 
Die Orgelempore: 3achsig, ruht auf Pfeilern. 
An der W-Seite: quadratischer Turm mit gegliedertem Zwiebelhelm 

Inventar: 
Die Figuren stammen fast ausschließlich aus dem 18. Jh. und vervollständigen den einheitlichen barocken Raumeindruck. 

Kanzel und Orgelgehäuse stammen aus der Mitte des 18. Jh. 
Die Orgel selbst ist nicht mehr reparierbar; 
Die neue Orgel wurde am 20. 01 2002 geweiht.

Hl. Leonhard

Der heilige Leonhard stammte aus vornehmem fränkischen Geschlecht, lehnte aber ein Hofamt ab und lebte als Einsiedler und Missionar. Er gründete eine Klosterzelle (Nobiliacum), fand eine Quelle und kümmerte sich vor allem um Gefangene und deren Befreiung sowie um Krankenpflege. Nach seinem Tod (ca. 559) gab es zahlreiche wunderbare Gefangenenbefreiungen.
Er wird vorwiegend als Gefangenenpatron und auch Patron der Schwangeren verehrt. Seit dem 16. Jhd. auch als Viehpatron, besonders der Pferde.

Sebastian

Der heilige Sebastian lebte im 3. Jhd. in Rom. Er war Offizier der Garde Kaiser Diokletians und wurde auf dessen Befehl hin getötet (288): zuerst durch Bogenschützen, nach wunderbarer Genesung schließlich erschlagen.
Nach einer Pestepidemie in Rom 680 wurde er zum Pestpatron; sein Kult belebte sich während der spätmittelalterlichen Pestepidemien; er wurde Mitglied der "14-Nothelfer-Gruppe". Er ist der wichtigste Pestheilige, aber auch Viehpatron, Patron der Schützen und Jäger, der Feuerwehrleute.


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