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Pfarre Hainersdorf
Die Kirche
 
Die erste Urkunde von 1197 über die Weihe der Kirche von Hainersdorf beschreibt auch das Aussehen des Gotteshauses. Die Kirche bestand aus einem Hauptraum und einem fest verschließbaren Vorraum (Atrium), in welchen die Bewohner bei Gefahr ihre bewegliche Habe bringen durften.

Der Vorraum war aber auch der Ort, wo die Taufen stattfanden und sich die noch nicht Getauften und Kirchensünder wie Gotteslästerer, Ehebrecher usw. aufzuhalten hatten.

Im Jahre 1668 wurde die Pfarrkirche in der heutigen Form erbaut. Sie wurde von Pfarrer Michael Vierhuber mit eigenen Mitteln vom Presbyterium weg abgerissen, neu errichtet und mit einem Gewölbe versehen, nachdem sie nur eine Stukkaturdecke gehabt hatte. Ein rechts von der hinteren Kirchentüre eingemauerter Stein bezeugt den Kirchenbau von 1668.

Die Hainersdorfer Kirche ist ein Barockjuwel und wurde wegen ihrer Vergoldung die reichste Kirche des Feistritztales genannt. Doch der Staub setzte der Vergoldung zu und so mussten die Statuen im Jahre 1857 restauriert werden, was nur durch eine Sammlung möglich war. Die Reliquien des hl. Georg und des hl. Laurentius wurden in einer vergoldeten Monstranz zur Anbetung aufgestellt.

Durch den zweiten Weltkrieg wurden die Kirche und der Pfarrhof beschädigt, auch Umwelteinflüsse setzten dem Gemäuer zu. So wurde das Gotteshaus 1971 innen und 1985 außen renoviert, der Pfarrhof 1984 saniert. 1972 spendete Pfarrer August Wunderl eine neue Glocke für die Pfarrkirche.

Sie Seitenkapelle der Pfarrkirche, welche im Winter während der Woche zur Messfeier verwendet wird, wurde 1986 umgestaltet und kann nun als Einsegnungsraum bei Begräbnissen verwendet werden.

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