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Katholische Kirche in der Steiermark Diözese Graz-Seckau
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Diözesanmuseum Leitfarbe weinrot

Zur Geschichte des Diözesanmuseums

Das Diözesanmuseum Graz wurde 1932 auf Initiative von Fürstbischof Dr. Ferdinand Pawlikowsky und Dr. Johannes Mandl, dem ersten Kustos, gegründet. Zunächst wurden drei übereinander liegende Kapellen am Grazer Dom als Museum eingerichtet. Trotz der Nähe zum Dom war das Museum von Anfang an ein Diözesan- und kein Dommuseum. Dies hängt damit zusammen, dass die ehemalige Pfarr-, dann Hof- uns schließlich Jesuitenkirche erst 1786 zur Kathedralkirche erhoben wurde und es in Graz keinen "Domschatz" gibt.
Man bemühte sich, in der Steiermark die "letzten Reste an mittelalterlichem Kunstbesitz zu bergen", die durch schlechte Erhaltungszustände oder die Verkaufsgefahr bedingt durch die schlechte Wirtschaftslage verloren zu gehen drohten.
Die zweite große Aufgabe des Museums war die Bildung des heranwachsenden Klerus. Für Besucher war das Museum am Sonntagvormittag geöffnet.

Krisenzeiten

Seit 1938 war das Museum wegen nationalsozialistischen Repressalien weitestgehend geschlossen. Mit der Luftschutzaussiedlung 1942 kam es beinahe zur Auflösung. Die wertvollsten Kunstwerke wurden im Pfarrhof von Pischelsdorf sichergestellt, einige kamen in ihre Heimatpfarren zurück und andere gelangten an das Landesmuseum Joanneum.

Erst 1948 öffnete das Museum nach Behebung der Kriegsschäden am Gebäude und unter veränderten Bedingungen wieder seine Pforten: Die Barbara-Kapelle wurde wieder als Gottesdienstraum genutzt und Kunstwerke blieben in den Pfarren. Die Anzahl der Exponate wurde durch ihre Verwendung für Dom und Barbara-Kapelle in den Folgejahren weiter verringert. Keine geregelten Öffnungszeiten trugen dazu bei, dass das Diözesanmuseum in einen Dornröschenschlaf verfiel.
1964 übernahm Dr. Wilhelm Pannold die Leitung des Museums. Seine dringlichste Aufgabe war die konservatorische Obsorge um die zum Teil in bedenklichem Zustand übernommenen Kunstwerke. Der vorgefundene Zustand erlaubte keine Präsentation unter dem Titel "Diözesanmuseum" mehr.

Neubeginn 1981

Mit der Liturgiereform, die viele Ausstattungsteile aus den Kirchen verbannte, bekam das Diözesanmuseum - wie in anderen Diözesen auch - eine neue Bedeutung. Neue Ausstellungs- und vor allem neue Depoträume wurden dringend notwendig.
 Als 1974 die Diözesane Treuhandverwaltung das Grazer Minoritenkloster übernahm, das von den Patres nicht mehr vollständig genutzt werden konnte, erhielt das Diözesanmuseum einen Teil des Gebäudekomplexes. Der Umbau der alten Klosterräume wurde von Architekt Dipl. Ing. Richard Gratl, Innsbruck geplant und mit Unterstützung von Generalvikar Prälat Mag. Leopold Städtler in großzügiger Weise durchgeführt. Aus kleinen Einheiten entstand durch Entfernen der Zwischenmauern ein großer Ausstellungssaal. Das ehemalige Refektorium sowie das Oratorium hinter dem Hochaltar der Mariahilf-Kirche wurden als Schauräume integriert, so dass heute eine Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern zur Verfügung steht.
 Die Räumlichkeiten wurden mit all jenen technischen Einrichtungen ausgestattet, die für die konservatorische Betreuung einer Sammlung unerlässlich sind. Auf die klima- und sicherheits-technische Ausstattung wurde dabei sehr viel Wert gelegt.

Generalsanierung 2002

Nach 20-jährigem Betrieb und tausenden Besuchern ergab sich im Jahr 2002 die Notwendigkeit der Generalsanierung des Diözesanmuseums. Dazu mussten alle Kunstgegenstände sowie das gesamte Inventar ausgelagert werden. In sechsmonatiger Bauarbeit wurden klimatechnische, elektrische und sicherheitstechnische Einrichtungen saniert und ein Teil der Ausstattung erneuert. Am 20. September 2002 konnte das Museum mit einer neu aufgestellten Schausammlung „Kirche-Kunst-Kostbarkeiten“ wieder eröffnet werden. Eingerichtet wurde auch der Bereich „Kunstblick“ in dem ausgewählte Werke näher vorgestellt werden. Sonderausstellungsräume wurden für die regelmäßig wechselnden Ausstellungen neu gestaltet.
Das Diözesanmuseum Graz versteht sich als Ort des künstlerischen Dialoges, der zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Entwicklung und Gegenwart der Kirche und des christlichen Glaubens einlädt.

 



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