|
geboren 26. November 1964, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Schwanberg
Bruno Wildbach wurde am 26. November 1964 in Eibiswald in der Weststeiermark geboren. Von 1985 bis 1992 studierte er Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität und Architektur an der Technischen Universität Graz. Wildbach, der abseits jeglicher Szenen ein so umfangreiches wie bemerkenswertes OEuvre geschaffen hat, siedelt seine farbstarken, aber nie bunten Gemälde in einem spannenden Zwischenbereich von Gegenstand und Abstraktion, von informeller Wucht und erzählendem Detail an. Eine Methode, die eine traumartige Atmosphäre schafft. Vielschichtige Bilder aus einem "transitorischen Raum mit Figuren und Figurationen aus unterschiedlichen Realitäten“. Zitat Walter Titz, Via Airportjournal, 2006
Ausstellungen u. a. in Graz, Hamburg und Basel.
Homepage: www.brunowildbach.com
Über die Ausstellung
BURNS BURNS
Burns. Konfrontationen mit seinen Extravaganzen, seinem Enthusiasmus und seinem Schicksal, abgesehen von der unlösbaren Verwobenheit mit dem erdumspannenden stetigen Schicksal aller, lösen jenen schrillen Impuls aus, der einer Vision, einer evokativen poetischen Konstruktion gleicht. So kann seine wie jede andere Erscheinung als eine plötzliche Veränderung gedacht werden, deren Sichtbarkeit fließend ist und den unauflöslichen Rhythmus zwischen dem Vorher und dem Jetzt beschreibt. Konfrontiert mit der Neugier auf dramatische Phänomene und emotionale Befindlichkeiten werden Schicksale auf der Ebene der Synästhesie zu einer ästhetischen Wirklichkeit, zu einer künstlichen Realität.
Personen konstruieren trotz ihrer Anonymität eine Wahrheit, die so ekstatisch, pointiert und bedeutungsvoll im Leben selbst nicht anzutreffen ist und vermitteln Bilder zwischen Glück und Entäuschung. Nachrichten aus dem Leben sind Träger einer künstlerischen Operation, deren Ziel ein Verdrehen des Alltäglichen ist, so dass darin das Allgemeingültige sichtbar wird.
Eine künstlerische Aktion wie auch die Ausstellung „Burns burns“ birgt intime Gedanken, deren Intensität einer Halluzination gleichkommt, Gedanken bei denen die Individualitätssehnsucht mit dem Kollektiv zu Pathosformeln verschmelzen. Burns sucht sich seine Geschichte aus, er ist Chronist seiner Geheimnisse, die es zu bewahren gilt. Er ist eine Fiktion und zugleich die Utopie, das Fremde und Abartige. Eine Untersuchung dieses Vorgangs verpflichtet zu einem Potpouri aus Mythen und Schicksalen in dem es keinen Unterschied zwischen Intellekt und Gefühl gibt; ist es eine glitzende Version von Intuition, Gedanken und Gefühlen, die alle einer spirituellen Transzendenz zustreben.
Burns ist kein isolierbares künstlerisches Motiv, eher ein Synonym für den Versuch der großen Unordnung eine eigene Ordnung gegenüberzustellen. Instinktiv potenziert sich durch dieses Vorgehen jene Energie, die als transkultureller Impuls ein psychisches Subjekt in Bilder transformiert. Porträts aus Gedanken und schicksalhaften Fragmenten sind als Anleihen für den künstlerischen Prozess dann akzeptabel, solange sie ein Teil hoher Energie- entladung und Anker für Emotionen sind. Besetzt mit sozio-kulturellen Codes gehen diese Porträts über die Form einer Kontur hinaus, so ist in einem toten Gesicht wie in einem toten Universum nichts sichtbar.
Jede Person, jedes Bild beginnt mit dem Wort „hier“ und die Koexistenz von Vergänglichen und Zeitlosen ist im Wirbel sinnlicher Empfindungen die Voraussetzung für das Wieder-Erkennen, für das ikonische Vermögen eines Bildes. Kontinente liegen vor den Protagonisten dieses künstlerischen Exkurses, die als erträglichsten Ort die Fiktion erkennen und sich wie einst Albrecht Dürer die Frage stellen:“Wessen Instrument bin ich ?“
20.September 2007
|