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Stellungnahme der Präsidentin der Katholischen Aktion Steiermark, Dipl.Ing.Sabine Pelzmann-Knafl
Das Pflegethema ist nicht nur ein Wahlkampfthema Die Zahl der Älteren und der zu Pflegenden steigt. Den Familienverband, in dem Ältere gepflegt werden, gibt es immer seltener. Fast jeder Österreicher hat pflegebedürftige Angehörige und steht vor der Entscheidung, wie diese am besten, aber auch leist- und bezahlbar betreut werden können. Die Angst vor einer ungesicherten und unsicheren Zukunft im Alter wächst. Trotzdem werden Themen um die wachsende Gruppe der Älteren und der Pflegebedürftigen noch immer weitgehend tabuisiert.
Gefahr der Entsolidarisierung von Gesellschaft Es braucht neue Antworten auf den Umgang mit Alter und Pflege. Sozialreformen sind keine rein materiellen, ökonomischen Themen! Unsere Gesellschaft braucht ein Mindestmaß an Solidarität und Zusammengehörigkeit. Der Wert, der jenseits von Beruf und Karriere verrichteten Sozialleistungen, in der Familie, in der Nachbarschaft und in Ehrenamtlichen Tätigkeiten, muss stärker als bisher geschätzt werden.
Die KA Steiermark fordert eine Aufwertung und Anerkennung der Pflegeleistungen, die in der Familie und ehrenamtlich geleistet werden!
Das Thema Altenpflege als Chance, zum Gelingen des Integrationsprozesses von Ausländerinnen und Ausländern sehen Die 40.000 Pflegehelferinnen, die unsere Pflegebedürftigen betreuen, kommen vorwiegend aus Osteuropa. Es stellt sich die Frage nach der Integrationsfähigkeit der Österreicher. Schaffen wir es, Menschen, deren Dienstleistung wir dringend benötigen, auch wirklich zu integrieren? Unsere Zukunft hängt davon ab, die richtige Balance zwischen fremder Kultur und eigenem Selbstverständnis zu finden.
(Graz, 10.8.2006)
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