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Einen Stundenlohn für internationale
Solidarität
Der KAB Österreich ist die Solidarität mit den
ArbeitnehmerInnen in Lateinamerika, Afrika und Asien ein
besonderes Anliegen.
Der Solidaritätsfonds dient dazu Projekte und Programme
in diesen Ländern zu unterstützen, die folgende
Ziele verfolgen:
- Förderung des christlichen Laienapostolates
- Aufbau und Ausbau von Projekten für ArbeitnehmerInnen
- Förderung des sozialpolitischen und gewerkschaftlichen
Engagements
- Bewusstseinsbildung und Anwaltschaft in Österreich.
Die Spendenaktion findet im zwischen 01. Und 15. Mai jeden
Jahres statt. Pro Jahr werden rund € 18.000, -- gespendet.
Das Spendenkonto lautet auf:
Solidaritätsfonds der KAB-Österreich, Kto.Nr:
230.326
Bankhaus Schelhammer &
Schattera, BLZ: 19190
Aktuelle Projekte:
Unterstützung der Organisation
junger Arbeiterinnen (Young Women Workers) in Sri Lanka.
Gerade in den sogenannten „Free Trade Zones“ ist die Situation
junger Arbeiterinnen erschreckend. Die jungen Frauen müssen
zumeist weit weg von ihren Heimatdörfern, werden –
oft gegen teure Mieten – in einfachsten Quartieren untergebracht
und verrichten im Schichtbetrieb ohne gesetzliche Schutzbestimmungen
ihre Arbeit. Weil jede gewerkschaftliche Tätigkeit
verboten und mit Gefängnisstrafe bedroht ist, wird
die Information oft durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ und
in geheimen Treffen weitergegeben. Dennoch konnte erreicht
werden, dass
- in einer Fabrik die Nachtschicht für Frauen eingestellt
wurde
- in der „Free Trade Zone“ Katunayaka die Unterbringung
der Arbeiterinnen wesentlich verbessert wurde (sanitäre
Anlagen, Gesundheitsvorsorge,...)
- sich Arbeiterinnen zu Gruppen der Young Women Workers
(YWW) zusammentun und ihre Probleme miteinander besprechen.
Durch die Unterstützung aus Mitteln des Solidaritätsfonds
werden bereits bestehende Gruppen bestärkt, ihren Kampf
um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der „Free
Trade Zones“ fortzusetzen und auch Aufklärungskampagnen
unter den jungen Arbeiterinnen durchzuführen.
Unterstützung beim Aufbau
der Kath. Arbeiter/innenjugend (KAJ) Brasilien.
Nach einem Motto des Gründers der KAB-Österreich,
Kardinal Joseph Cardijn, „Wenn du Glauben hast, wirst du
die Welt erobern“, trafen sich in Brasilien Arbeiterjugendliche
auf einem Reisfeld bei Rio de Janeiro. Sowohl die Arbeitswelt
als auch die Lebensbedingungen der Jugendlichen sind Schwerpunkte
verschiedener Projekte z.B:
- bereiten in Rio de Janeiro KAJ-Aktivist/innen bedürftige
– oft wegen ihrer Hautfarbe benachteiligte – Jugendliche
auf eine Aufnahmsprüfung vor, die in einem Universitätslehrgang
Weiterbildung ermöglicht
- versammeln KAJ-Aktivist/innen in Fortaleza Jugendliche,
um ihnen zu besseren Arbeitsbedingungen als kaufmännische
Lehrlinge zu verhelfen
- organisieren in Salvador KAJ-Aktivist/innen die Jungarbeiter/innen
einer Modeschmuckerzeugung, um ihnen einen Mindestlohn
zu verschaffen.
Diese und viele ähnliche Projekte der KAJ in Brasilien
werden vom Solidaritätsfonds unterstützt, nicht
zuletzt die Betreuung dieser zahlreichen Initiativen, die
in dem riesigen Land auch mit einem hohen Aufwand verbunden
ist. |