Teilzeit:
Flexibel – mit geringen Chancen auf
eine Vollbeschäftigung!
diesem Titel konnte auch die Katholische Arbeitnehmer-/ innenbewegung Steiermark
beim Infocafe des ÖGB am vergangenen Freitag zum Thema
„Atypische organisieren sich“ ihren Beitrag im Rahmen ihres
Jahresschwerpunktes „prekäre Arbeitsverhältnisse“ einem breiten Publikum
präsentieren.
Den
ganzen Tag über hatten vor allem Betroffene die Möglichkeit Informationen zu
den einzelnen Bereichen der atypischen Beschäftigungen einzuholen und bei den
Diskussionen ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.
Heimo
Seiner und Verena Hohenadler von der KAB-Steiermark gaben Informationen zum
Bereich der Teilzeitbeschäftigung und sammelten gemeinsam mit den Betroffenen
vor Ort einige Forderungen, wie z.B.
- Gemeinsam vereinbarte, langfristig planbare Arbeitszeiten
- Existenzsicherung durch z.B. Grundeinkommen
- Verstärkte Möglichkeit zur Weiterbildung
- sowie Aufstiegsmöglichkeiten auch für Teilzeitbeschäftigte
- Großes Augenmerk auf burn-out z.B. durch verstärkte Betreuung durch
Arbeitspsychologen
Durch
Vernetzung vieler Organisationen, die sich mit der Thematik der atypischen
Dienstverhältnisse beschäftigen, soll mit gemeinsamen Forderungen an die
verantwortlichen Politiker herangetreten werden.
Am
29. Februar wird es Österreichweit einen Aktionstag zu diesem Thema geben, um
auch die Öffentlichkeit auf die Problematik dieser prekären Arbeitsverhältnisse
aufmerksam zu machen.
04.02.2008
Kann ich davon leben?
Prekäre
Arbeitsverhältnisse
Chancen und Risiken
Unter diesem Titel stand der diesjährige Studientag der Kath.
Arbeitnehmer/innenbewegung (KAB) in der Steirermark am vergangenen Samstag in
der Otto-Möbes-Akademie in Graz.

Während Andreas Berger vom ÖGB in seinem Referat die prekären
Arbeitsverhältnisse (was heißt „prekäres Arbeitsverhältnis“? – prekär =
unsicher, widerruflich, niedriges, nicht kontinuierliches Einkommen,
unzureichender sozialer Schutz…) in Zahlen und Fakten verdeutlichte, – in
Österreich sind rund eine Million Menschen davon betroffen – konnten die
Teilnehmer/innen in den anschließenden Arbeitskreisen zahlreiche Beispiele
anhand realer Lebensgeschichten nennen Weiters wurden Ideen erarbeitet, wie die
KAB Betroffenen Hilfestellungen anbieten kann und langfristig eine Verbesserung
für alle in prekären Arbeitsverhältnissen Arbeitenden möglich ist.
Hier wurde von Information der Betroffenen angefangen, bis hin zu
konkreten Forderungen an die Politik – gemeinsam mit anderen Partnern, wie dem
ÖGB - eine breite Palette von Möglichkeiten erarbeitet.
In seinem Schlusswort appellierte der Vorsitzende der KAB-Steiermark,
Heimo Seiner, dieses Thema in den KAB- Runden und im Umfeld jedes Einzelnen
bewusst zu machen, um so auf die Gefahren und langfristigen Folgen dieser
prekären Arbeitsverhältnisse aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit work@flex – der ÖGB-Teilorganisation, die sich mit diesem
Thema intensiv beschäftigt - will die Katholische Arbeitnehmer/iInnenbewegung
das Problem prekärer Arbeitsverhältnisse in Öffentlichkeit und Politik bewusst
zu machen und für Betroffene einerseits Service und Information anbieten und
andererseits gesetzliche Verbesserungen erwirken.
ÖGB und KAB laden alle Betroffenen und Interessierten zu einer
Informationsveranstaltung am 1.2. im ÖGB-Haus, Karl-Morre-Straße 32, in Form
eines Informationscafes von 10.00 bis 18.00 Uhr ein.
<<Einladung downloaden>>
Am Vormittag gibt es allgemeine Informationen zum Thema „Prekäre
Arbeitsverhältnisse“ und am Nachmittag gibt es die Möglichkeit Näheres zu
speziellen Themen, wie z.B. „Teilzeit: Flexibel – mit geringen Chancen auf eine
Vollzeitbeschäftigung“ zu erfahren. Der Tag endet mit einer Podiumsdiskussion
zum Thema „Wie werden atypische Beschäftigungsformen sozial?“.
Nähere InformationenKAB-Steiermark,Tel.
0316/8041-326
und Anmeldung: GPA-DJP, Regionalstelle Steiermark,
Tel. 05 0301-24261
Verena Hohenadler