Christkönig
Ein Königtum anderer Art
"Ja, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege." (Johannes 18,37) Diese in der Bibel überlieferte Aussage Jesu vor Pilatus ist der Inhalt des Christkönigsfestes: Die "Wahrheit" - gemeint ist hier die Wirklichkeit Gottes, die in Jesus Christus erfahrbar geworden ist - wird sich letztendlich stärker erweisen als alles scheinbar Wichtige und Mächtige in dieser Welt.
Ein junges Fest
Das Christkönigsfest, derzeit am letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert, ist ein relativ junges Fest. Papst Pius XI. hat es 1925 zum 1600-Jahre-Jubiläum des Konzils von Nizäa (325) eingeführt.
Dieses altchristliche Ökumenische Konzil stellte klar, dass Jesus Christus kein zweiter, untergeordneter Gott neben Gott-Vater ist, sondern dass er mit Gott-Vater (und dem Heiligen Geist) "wesenseins", dh. eine Wesenheit, ein Gott ist. (Später fanden Theologen dafür die Kurzformel: Gott ist ein "Wesen" in drei "Personen": Vater, Sohn und Heiliger Geist.)
Ein Jugendfest
Vor einigen Jahrzehnten beging vor allem die Katholische Jugend dieses Fest sehr aufwändig als Tag des Bekenntnisses zu "Christus, dem König". Damit verknüpfte sie auch Kritik an gottlosen Ideologien und kirchenfeindlichen politischen Systemen (Nationalsozialismus, Kommunismus, Materialismus).Heute wird es eher bescheiden begangen und auch als „Jugendsonntag“ bezeichnet.
Im Westen von Graz wurde 1959 eine Kirche "Jesus Christus, dem König des Weltalls" geweiht. Kirche und dazugehörige Pfarre werden heute meist kurz "Graz-Christkönig" genannt.
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