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Hl. Martin - 11. November

Legende

Zur Zeit des Heiligen gab es einen Erlass, wonach Söhne von Berufssoldaten zum Dienst beim Militär einzuziehen sind. Martin - damals noch nicht Christ - wurde also mit 15 Jahren Soldat. Er war ein gütiger junger Mensch und seine Nächstenliebe war vorbildhaft. Er stand Kranken bei, gab Hungernden zu essen und unterstützte die Armen, so gut er konnte. Seine Kameraden hielten ihn damals schon eher für einen Mönch als für einen Soldaten.

Einmal im Winter, der damals besonders streng war, kam Martin zum Stadttor von Amiens, wo ein nackter Mann bettelte. Alle gingen an ihm vorüber, ohne auf ihn zu achten. Martin hatte außer seinen Waffen und dem Soldatenmantel nichts bei sich. Was sollte er tun? Da nahm er sein Schwert, schnitt den Mantel entzwei und gab die eine Hälfte dem Armen.
In der Nacht, als er schlief, sah er im Traum Jesus, der mit seinem halben Soldatenmantel bekleidet war. Jesus rief mit lauter Stimme zu den Engeln, die ihn umstanden: "Seht euch den Mann an, der mich mit diesem Kleidungstück gekleidet hat."

Zutiefst bewegt von diesem Traum, der ihn an das Wort der Heiligen Schrift erinnerte (Mt 25, 40: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan"), ließ Martin sich mit 18 Jahren taufen.

Geschichte

Martin wurde in der römischen Provinz Pannonia in Sabarina (heute Steinamanger - Szombathely, Ungarn) um das Jahr 317 geboren. Er Soldat wie sein Vater und diente in der berittenen kaiserlichen Leibgarde. 

Drei Jahre bereitete er sich auf seine Taufe vor. Er unterstützte Arme, Kranke und Notleidende und war auch bei seinen Kameraden wegen seiner Hilfsbereitschaft beliebt. Er wurde schon sehr früh Offizier.

Nachdem er - auf eigenen Wunsch - aus dem Militärdienst ausgeschieden war, weil er seinen Glauben mit dem Kampf nicht vereinen konnte, ging er nach Portiers, wo er bei Bischof Hilarius studierte. Er hatte vor, Priester zu werden. Vorher allerdings wollte er noch seine Eltern und die Menschen in seiner Heimat zu Christus führen und machte sich deswegen auf nach Pannonien, wo es starken Widerstand gegen das Christentum gab. Seine Mission war nicht sehr erfolgreich, aber seine Mutter wurde Christin. Um 360 kehrte er nach Portiers zurück.

In Ligugé, in der Nähe von Portiers, gründete er ein Kloster. Bald fanden sich Gleichgesinnte und das Klosterleben entwickelte sich gut. Als etwa 10 Jahre später ein neuer Bischof für Tours gesucht wurde, wünschte sich die Bevölkerung Martin als Bischof und setzte dies auch gegen den Willeb Martins durch. So wurde Martin am 4. Juli 372 zum Bischof geweiht.

Er lebte auch als Bischof einfach in einer Klosterzelle. Seine Hauptaufgabe sah er in der Missionierung und unternahm selbst zahlreiche Missionsreisen ins Land. Er half noch immer Kranken und Notleidenden und es gibt viele Berichte und Legenden über Heilungen. Auch setzte er sich dafür ein, geringfügige Vergehen nicht zu hart zu bestrafen. Er ging  unerbittlich gegen heidnische Kultstätten vor.

Am 8. November 397 starb Martin im Alter von ca. 81 Jahren in Candes und wurde am 11. November in Tours beigesetzt.
Martin war der erste Heilige, der nicht auf Grund des Martyriums, sondern wegen seiner Lebensführung als Heilger verehrt wurde.

Heute steht über seinem Grab die Basilika St. Martin. Bereits im 5. Jahrhundert wurde dort eine Kapelle, später eine Kirche errichtet. Nach Rom war St. Martin bis ins späte Mittelalter die meistbesuchte Pilgerstätte. Der Frankenkönig Chlodwig (481 - 511) erhob Martin zum Nationalheiligen der Franken.

mj

 
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