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    Die Apostelgeschichte der Gegenwart weiterschreiben...   


Schreiben wir die Apostelgeschichte durch unser Leben weiter...

Diese Ermutigung nehmen wir als Pfarrgemeinderäte in der Steiermark vom Papstbesuch mit. Sie finden hier einige Anregungen für die Verwendung des lukanischen Doppelwerks in der PGR-Arbeit:

 Um zu verstehen, warum wir als PGR die Apostelgeschichte weiterschreiben und –gestalten sollten, gilt es zunächst im Lukasevangelium die durchlebte Botschaft Jesu zu erkunden. Das lebendige Wort Gottes, das in unser Leben hineingeboren wurde, will verkostet und verkündet werden.
Von verschiedenen Weisen des Umgangs mit dem Lukas-Evangelium und der Apostelgeschichte im persönlichen Bereich oder mit dem PGR sollen folgende Anregungen sprechen:

Persönliche Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes:

1) Die geistliche Schriftlesung:

1. Lesung:  Ein besinnliches, langsames Lesen ist gemeint, das von einem Gedanken langsam zum anderen führt und dabei das eigene Herz auf das göttliche Wort einstellt. Die innere Einstellung dabei ist der Gedanke, Gott könnte mich gerade hier und jetzt mit seinem Wort ansprechen. 

2. Besinnung:  Das Wort, das mich persönlich berührt/betroffen hat, wird wiederholt – in den Alltag mit hinein genommen, auf seine Wirkung in meinem Leben „überprüft“. Ich kristallisiere heraus, wo ich als Person in diesem Text vorkomme. Ich verknüpfe dabei  meine persönliche Lebensgeschichte (über Erinnerungen und Erfahrungen, Gedanken und Gefühle, Hoffnungen und Sehnsüchten) mit der großen Heilsgeschichte Gottes.

3. Gebet: Wenn ich mich für das Wort Gottes geöffnet habe, wenn es mein Herz, mein Leben berührt hat, dann nehme ich Kontakt mit Gott auf, als Ursprung meines Lebens. Ich rufe zu Gott, teile ihm meine Reaktion auf dieses Wort mit, zeige meine Betroffenheit/Dankbarkeit/Sehnsucht.

4. Gebet des Ruhens vor Gott: Nachdem ich vor Gott meine innere Gestimmtheit benannt habe, komme ich vor Gott zur Ruhe. Verweile in Stille vor der Gegenwart Gottes. Ich öffne mich für das, was Gott für mich/mit mir tun möchte.

2) Die Apostelgeschichte weiterschreiben:

Das große Buch kann von einer Sitzung zur nächsten an jeweils ein Mitglied übergeben werden. Bis zur nächsten Sitzung liest/hört/betet diese Person mit einer entweder selbst gewählten Stelle, oder mit einer von der Gruppe festgesetzten Stelle. Die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel oder Vers kann wie in Punkt 1 und 2 geschehen. Das persönliche Ergebnis der Schriftlesung wird auf der freien Seite im Buch schriftlich niedergelegt – so wie die Person es ausdrücken oder „weiterschreiben“ möchte.
Als Besinnung am Anfang der Sitzung kann dann die/der AutorIn ihre Stelle vorlesen, zur Betrachtung einleiten, und zum Gebet hinführen.

Die Auseinandersetzung mit der Schrift im PGR

3) Möglicher Ablauf einer PGR-Besinnung:

1. Zur Ruhe kommen:  wir atmen bewusst, nehmen unseren Körper wahr; wir versuchen Gedanken los zu werden, die uns jetzt noch nachhängen; wir werden  im Hier und Jetzt gegenwärtig.

2. Wort Gottes aus dem Lukasevangelium oder der Apostelgeschichte: Die/Der Verantwortliche liest den Text (ein bis zwei Mal) langsam und besinnlich. 

3. Stille Betrachtung:  die Anwesenden hängen dem Wort nach, das sie jetzt berührt hat. Sie versuchen innerlich bei diesem Wort Gottes zu bleiben, sich dafür zu öffnen.

4. Verkündigung:  im gegenseitigen (freiwilligen, persönlichen, offenen) Austausch kann das Wort in seiner umfassenden Dimension ausgesprochen werden (ohne zu sachlichen Diskussionen zu führen).
 - Hier könnte auch das eingebracht werden, was die/der  Verantwortliche an der Apostelgeschichte weiter geschrieben hat.
 - Hier könnte auch ein Dialog zur Geschichte auf Grund der Identifikation mit einer biblischen Person entstehen.
 - Hier könnte auch die pfarrliche Situation der Aussage des biblischen Textes gegenüber gestellt werden.

5. Gebet:   Dieser Austausch der eigenen Betroffenheit kann zu verschiedenen Formen des Gebets führen:
(gemeinsame Stille, freies Gebet, Lied, gefasstes Gebet, Körpergebet, Tanz …)

4) Identifikation mit einzelnen biblischen Personen:

Beim Lesen einer biblischen Geschichte kann mich spontan eine Person anziehen, mit der ich mich vielleicht identifiziere, oder mit der mich gar nichts verbindet. Ich versuche mich in die Gedanken- und Lebenswelt dieser Person zu versetzen, mich in sie und ihre vorhandene Situation hineinzufühlen. Ich erlebe dann aus ihrem Blickwinkel heraus die geschilderte Situation.
Aus dieser Position heraus kann ich mit den anderen austauschen. Wir können in der Gruppe aus der Identifikation heraus in einen Dialog treten, der die damalige Szene lebendiger, verständlicher und näher an mich/uns heranbringt. Dabei können wir das Handeln Gottes neu verstehen lernen.

5) Gemeinsames Weiterschreiben:

Aus der gemeinsamen Betrachtung einer Textstelle der Apostelgeschichte könnte eine Betrachtung der Parallelen/Impulse zur eigenen pfarrlichen Situation erwachsen. Diese Gegenüberstellung könnte zur Weichenstellung der pfarrlichen Ziele und Aufgaben, Visionen und Mission werden. Diese Gedanken können entsprechend auf den leeren Seiten des Buches festgehalten werden.

 

                  
                          Papstbesuch 2007 in Mariazell                        
                         

Der Besuch des Papstes Benedikt XVI in Mariazell hatte für die Pfarrgemeinderäte eine besondere Bedeutung. Durch die Segnung der Vertreter  und Vertreterinnen aller Diözesen und der Übergabe des lukanischen Doppelwerkes mit dem Auftrag, die Apostelgeschichte heute durch unser Leben weiterzuschreiben, erfuhren die Pfarrgemeinderäte eine besondere Wertschätzung und wurden in der Öffentlichkeit sichtbar.
Sehen sie einige Impressionen:

Die 10 Vertreter vor der Übergabe der Apostelgeschichte

Dr. Marlies Folger aus der Pfarre Fernitz erhält aus der Hand von Papst Benedikt XVI das lukanische Doppelwerk.

Ein Blick von hinten...

Mag. Johann Windhaber aus der Pfarre Stubenberg bei der Kommunionspendung.

Weitere Fotos finden Sie unter folgenden Links:

- freie Fotogalerie mit ausgesuchten Fotos

- vatikanisches Fotoarchiv

                
                  SCHULUNGSANGEBOTE für den PGR                      

"Leiten in der Pfarrgemeind e" - Leitungsschulungen für geschäftsführende Vorsitzende und deren Stellvertreter/innen

    Juni 2007 - in den einzelnen Dekanaten

Regionale Wirtschaftsratschulungen

TERMINE: (jeweils freitags, 17:00 bis ~ 19:30)

  • 15. Juni 2007 -             Seggauberg
  • 22. Juni 2007 -             Fohnsdorf, Pfarrsaal
  • 21. September 2007 -  Bruck, Pfarrsaal
  • 5. Oktober 2007 -         Stainach, Pfarrsaal
  • 12. Oktober 2007 -       Ilz, Kulturhaus
  • 19. Oktober 2007 -       Graz, Brauhaus Puntigam

Weitere Schulungsmodule sind in Ausarbeitung bzw. sind auf Abruf buchbar (z.B.: Moderation, Mitarbeiter/innengewinnung und Motivation, Umgang mit Konflikten etc.).

Wenn Sie besondere Bedürfnisse haben oder einen besonderen Wunsch nach einer Weiterbildung, dann melden Sie sich bitte im PGR-Referat, um eine solche Möglichkeit zu klären.

Tel. 0316/8041-211   
mail: pgr@graz-seckau.at 

 
          ERGEBNISSE der Pfarrgemeinderatswahl 2007
            

Sie finden hier die Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahl. Die Pfarren sind in den Dekanaten zusammengefasst.

Zur Erklärung:
Bei den Pfarren, wo nicht die vollständigen Werte angeführt sind, haben wir die Meldungen noch nicht oder nicht vollständig erhalten,
eine fehlende Wahlbeteiligung weist auf das "Feldbacher Modell", ein gewährtes Sondermodell oder auch auf eine - leider - nicht ordnungsgemäße Wahl hin.
(Stand: 10. Juli 2007, jeweils Excel-Dateien)

8010 Graz
Bischofplatz 4
T: 0316 8041 284
T: 0316 8041 285
F: 0316 8041 368
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