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...hier auf häufig geäußerte Fragen und Kritikpunkte.
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"Ich brauche zum Glauben keine Kirche!"

Das mag derzeit Ihre persönliche Meinung sein. Aber lassen sich Glaube und Kirche wirklich auseinanderreißen? 

Wenn es in unserem Land keine Kirche gäbe, dann gäbe es auch keine christliche Glaubensverkündigung, keine Seelsorge, keinen Sonntag, keine christlichen Feiertage, keine Sakramente, keinen Religionsunterricht usw. Wäre das wünschenswert?

Wo die Kirche geschwächt wird, verdunstet mit der Zeit der Glaube und sehr oft auch die Bereitschaft zur Nächstenliebe.


"Mich hat niemand gefragt, ob ich katholisch werden will."

Es gibt viele wichtige Dinge, die Sie nicht selbst ausgesucht haben, sondern Ihren Eltern verdanken: Namen, Muttersprache, Staatszugehörigkeit... - und eben auch die Religion! Sie wurden auf Wunsch Ihrer Eltern durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Bis zum 14. Lebensjahr können in Österreich die Eltern die Religion ihres Kindes bestimmen. Ab diesem Zeitpunkt ist allerdings jeder Mensch "religionsmündig". Niemand darf gezwungen werden, z.B. weiterhin katholisch zu bleiben. Wer katholisch bleibt, tut dies aus freien Stücken. Das trifft auch auf Sie zu. (Übrigens: Wenn Sie zur Firmung gegangen sind, haben Sie sich damit auch freiwillig zur Kirche bekannt!) 


"Die Kirche hat nichts mehr mit Jesus und der Bibel zu tun."

Leider kommen auch in der Kirche alle Schwächen, Fehler und Sünden vor, die Menschen haben können. Das ist schlimm, aber es ist doch nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit. Denn in der weltweiten Gemeinschaft der Kirche gibt es unzählige Frauen und Männer, Priester und Ordensleute, Gruppen und Pfarrgemeinden, die sich ehrlich bemühen, so zu leben, wie Jesus Christus es will. Er hat seiner Kirche versprochen: "Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Welt." (Mt 28,20) Das gilt auch für die Kirche unserer Zeit. 


"Die Kirche hat früher viele Verbrechen begangen."

Ja, im Laufe der Geschichte haben Menschen "im Namen der Kirche" auch Verbrechen begangen. Menschen können alles mißbrauchen: Technik, Medizin, Kunst - und leider auch die Religion! Das ist eine bittere Tatsache. Die Kirche will hier nichts beschönigen, sondern hat ihre Schuld mehrmals öffentlich bekannt. Vergessen wir aber bitte auch nicht die unzählige Schar von Kranken, Waisenkindern, Behinderten usw., denen im "bösen Mittelalter" und auch später in kirchlichen Einrichtungen mit viel Liebe geholfen worden ist. Die Kirchengeschichte ist eine Geschichte der Sünde, aber auch eine Geschichte der Menschlichkeit und Nächstenliebe! 



 
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