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Katholische Glaubensinformation |
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Der Islam
| 3. Der Koran (Quran)
| | Der Koran, in 114 Suren (Kapitel) unterteilt, ist für Muslime Höhepunkt und Schlusspunkt aller Offenbarungen Gottes. Zwar wird anerkannt, Gott habe dem Mose die Tora und dem Messias Jesus (arabisch Isa) das Evangelium (arabisch: Al-Indschil) herabgesandt, aber sofort hinzugefügt, das Ahl al-Kitab, d.h. das "Volk der Schrift" (= Juden und Christen) habe diese Schriften verfälscht, weshalb auf die Bibel kein Verlass mehr sei. Beim Koran ist das nach muslimischer Überzeugung ganz anders: Hier ist jeder Vers wortwörtlich von Gott in arabischer Sprache dem "Gesandten" diktiert und seither getreu überliefert. Der Koran ist unbegreiflich schön und wunderbar, kein Mensch könnte solche Verse erdichten! Mit dem Tod Muhammads, dem "Siegel der Propheten", ist die Kette der Propheten Gottes, zu denen Adam, Noah, Abraham, Mose, Jesus und viele andere gehören, zu Ende. Gott hat im arabischen Koran sein letztes, schönstes und unüberbietbares Wort gesagt, und zwar für die ganze Menschheit (und auch für die Dschin, unsichtbare aus Feuer geschaffene Wesen). Was erwartet Gott von seinen Geschöpfen? - Islam! Dieses arabische Wort bedeutet Unterwerfung und Ergebung. Und wer sich Allah unterwirft, ist ein Muslim, ein Ergebener, oder eine Muslima, eine Ergebene. Die erste Sure - "die Eröffnende" (Al-Fatiha) - ist auch die meist zitierte:
Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! Lob sei Allah, dem Herrn der Welten, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tag des Gerichtes! Dir dienen wir und zu Dir rufen wir um Hilfe. Leite uns auf den rechten Weg, den Weg derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen Du zürnst, und der Irrenden.
|  | 4. Die sechs Glaubensartikel
| | Im Zentrum des Islam steht der Glaube an die Einzigkeit und Erhabenheit Gottes. Jede bildliche Darstellung von ihm ist verboten. Irgend jemanden oder irgend etwas an die Seite Gottes zu stellen, wird Schirk ("Beigesellung") genannt und gilt als das größte Verbrechen. Auch der christliche Glaube an eine Differenzierung in Gott (Dreifaltigkeit) und an die Menschwerdung Gottes in Jesus wird als gotteslästerlich zurückgewiesen. Gott, der Schöpfer und Herr der Welt, ist viel zu groß und erhaben, um Mensch zu werden. Schon gar nicht kann ein Gekreuzigter Gott sein. Es ist Gnade genug, dass Gott zu den Propheten, die allesamt nur Menschen sind, sein Wort "herab"-gesandt hat.
"O ihr Gläubigen, glaubet an Allah und Seinen Gesandten und an das Buch, das Er Seinem Gesandten herabgesandt hat, und an die Schrift, die Er zuvor herabsandte. Und wer nicht an Allah und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag glaubt, der ist wahrlich weit irregegangen." (Koran, Sure 4,136)
Zu den in diesem Koranvers genannten fünf Glaubensinhalten kommt als sechster noch Kadr, die Vorherbestimmung von Gut und Böse, dazu. Muslime wollen dies aber nicht als Fatalismus verstanden wissen. Der Mensch hat auch einen freien Willen, aber der alles bestimmende Gott hat in seiner Allwissenheit die Freiheit des Menschen schon von vornherein "miteinkalkuliert". (Ähnliche Positionen werden auch im Christentum vertreten.) Fundamental ist der Glaube an die körperliche Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag und an das Gericht Gottes, vor dem jeder Mensch Rechenschaft ablegen muss. Die Guten werden mit dem Paradies belohnt, die Bösen mit der Hölle (ewig oder wenigstens eine Zeit lang) bestraft. Wer Muslim bleibt, wird gerettet, auch wenn er wegen seiner Sünden vorübergehend in das Feuer gehen muss. Denn - so heißt es immer wieder im Koran – "Allah ist verzeihend".
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